Breinig braucht nur noch den einen Punkt

Von: THomas Waltl
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Ob in Breinig das „Endspiel“ gegen Frechen auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird, entscheidet sich am Sonntag. In jedem Fall wird das neue Vereinsheim Ende diesen Monats in Betrieb genommen. Seine neue Anlage möchte der Spielverein im Anschluss an seine Sportwoche um den EVS-Cup, die vom 1. bis 8. August ausgetragen wird, einweihen. Foto: J. Lange
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Thomas Schmidt, Tim Wilden und Alan Graf – hier beim jüngsten Derby gegen Vichttal – werden am Sonntag alles geben, um den SV Breinig zum Aufstieg zu verhelfen. Foto: J. Lange

Stolberg-Breinig. Es ist das Spiel des Jahres, das „Endspiel“ für den SV Breinig. Ein Unentschieden muss am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten SpVg Frechen 20 mindestens her, dann steigt der Spielverein als erste Stolberger Mannschaft seit 50 Jahren in die Mittelrheinliga auf.

Während der SV Breinig letzte Woche im Derby dem VfL Vichttal mit 2:3 unterlag, konnte der Drittplatzierte aus Frechen einen ungefährdeten 3:0 Sieg feiern. Trotzdem sieht der Vorstandsvorsitzende des SV Breinig, Frank Laumen, seine Mannschaft im Vorteil: „Unsere Spieler haben schon des Öfteren bewiesen, dass sie sehr charakterstark sind. Der Trainer wird sicherlich die richtigen Worte vor dem Spiel finden und dann bin ich zuversichtlich, dass wir siegreich aus dem Spiel gehen werden.“

Doch egal, was am Ende auch herausschauen mag, die Planungen des SV Breinig für die nächste Saison sind schon in vollem Gange. „Wir sind sowohl für die Mittelrheinliga, als auch für die Landesliga gut vorbereitet.

Und egal, ob wir den Aufstieg schaffen oder nicht, wir werden auf jeden Fall unserer Philosophie treu bleiben“, blickt der 43-jährige Laumen positiv der kommenden Spielzeit entgegen. Für die Kaderplanung bedeutet das dann, dass man keine signifikanten Verstärkungen aus der Mittelrheinliga, oder sogar aus der Regionalliga holen wird. Das Team rund um Trainer Michael Burlet wird auf jeden Fall mit einer zusammengeschweißten Mannschaft, jungen Spielern und punktuellen Verstärkungen in die nächste Saison gehen.

Angst, dass das mögliche Unternehmen Mittelrheinliga eine Eintagsfliege werden könnte, hat Laumen nicht: „Natürlich wäre die Mittelrheinliga ein ganz anderes Pflaster und sicherlich nicht einfach. Wenn man aber bedenkt, wo wir vor zwei Jahren gestanden sind und gegen den Abstieg gespielt haben und jetzt vorne an der Spitze mitmischen, dann ist uns sicher etwas zuzutrauen, wenn wir so weiterarbeiten wie bisher.“

Eines ist klar, die meisten Vereine der Mittelrheinliga hätten auf jeden Fall die besseren finanziellen Mittel zur Verfügung. Und wenn wir schon von finanziellen Mitteln sprechen, drängt sich die Frage auf, ob nicht ein Verbleib in der Landesliga mit attraktivem Teilnehmerfeld, was Zuschauerzahlen und die damit verbundenen Einnahmen betrifft, besser für den Verein wäre? „Natürlich gibt es in der Landesliga viele interessante Lokalderbys, mit Freialdenhoven oder Alemannia Aachen II würde es in der Mittelrheinliga aber auch spannende Spiele geben.

Nichtsdestotrotz spielt nun mal die sportliche Herausforderung eine große Rolle. Für die Spieler wäre diese Liga natürlich etwas besonderes und verdient hätten sie es allemal“, wünscht der Vorsitzende seinen Spielern den Aufstieg und pocht zugleich auf die Unterstützung der Zuschauer am Sonntag: „Ich weiß, dass in der Umgebung zahlreiche Feste stattfinden“, sagt Laumen. „Trotzdem hoffe ich, dass viele Leute kommen werden, um unsere Mannschaft bei dem wichtigsten Spiel der Saison zu unterstützen. Denn so eine Gelegenheit bietet sich nicht alle Tage.“

Den Aufstieg hingegen sicher hat die dritte Mannschaft des SV Breinig. Einen Spieltag vor Saisonende steht das Team unangefochten auf Platz 1 der Kreisliga D, Staffel 4 – ebenso wie Tabellenzweiter Dorff aufsteigt. Im letzten Spiel muss die Elf von Trainer Martin Breuer noch bei der Zweiten der Sportfreunde aus Hehlrath ran.

Vereinsheim kurz vor Abschluss

Doch nicht nur sportlich läuft es beim 1910 gegründeten Verein rund. Auch die Infrastruktur kann locker in den höheren Ligen mitspielen. Anfang Dezember angefangen, steht der Bau des neuen Vereinsheims kurz vor der Fertigstellung. Nachdem die Sanitäranlagen und alle Räume schon vorhanden sind, geht es jetzt an das Eingemachte.

Neben Fliesenarbeiten steht in den kommenden Wochen auch noch der Anstrich an. Eingerichtet und bezugsfertig soll das neue Vereinsheim Ende dieses Monats sein. Zwei neue Kunstrasenplätze, die seit Anfang August 2014 gebaut wurden, bieten den Fußballern des SV Breinig seit April perfekte Trainingsbedingungen bei jedem Wetter. Finanziert und realisiert werden die Plätze mit einem städtischen Zuschuss aus der Vermarktung der Aschenplätze als Baugebiet, mit jeder Menge Eigenleistung und aus Spenden. Letztere belaufen sich derzeit auf respektable 135.000 Euro.

Der Vorteil des Kunstrasens ist leicht erklärt: „Der Kunstrasenplatz ist witterungsunabhängig zu bespielen. Außerdem zeigt er im Gegensatz zu unserem Naturrasenplatz keine Abnutzung, egal wie viele unserer Mannschaften darauf trainieren,“ freut sich Dieter Jollet, Ehrenpräsident des SV Breinig und Leiter des Breiniger Bauausschusses. Doch auch der Naturrasenplatz befindet sich in keinem schlechten Zustand, ganz im Gegenteil. Der Rasen wächst an den kürzlich ausgebesserten Stellen hervorragend. Ob am Sonntag schlussendlich auf dem Rasen- oder Kunstrasenplatz gespielt wird, wird kurzfristig nach Wetterlage entschieden.

Nicht geklappt hat es hingegen mit dem Bau der geplanten Trainingshalle in Breinig. Für ihre Finanzierung muss der SV noch sparen. Ob jetzt mit oder ohne Trainingshalle. Die vorbildlich geführten Bauprojekte des SV Breinig können sich wirklich sehen lassen.

Einweihen möchte der Spielverein die neue Anlage im Anschluss an seine Sportwoche um den EVS-Cup, die vom 1. bis 8. August ausgetragen wird. Und vielleicht darf sich der SV Breinig da schon Mittelrheinligist nennen.

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