Stolberg - Blutspenden: Bethlehem-Krankenhaus kooperiert mit Klinikum

Blutspenden: Bethlehem-Krankenhaus kooperiert mit Klinikum

Von: Pia Sonntag
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Auch Bürgermeister Tim Grüttemeier (4.v.l.) und Krankenhausgeschäftsführer Dirk Offermann (2.v.r.) spendeten beim ersten gemeinsamen Termin mit Klinikummitarbeitern ihr Blut. Foto: P. Sonntag

Stolberg. Jeder kann ein Lebensretter sein, denn oft genug ist das Überleben nur durch eine Blutübertragung möglich. Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn im persönlichen Umfeld ein Familienangehöriger zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall lebensbedrohlich verletzt wird. In solch einem Fall erfüllt eine Blutspende einen wichtigen Zweck. Sie hilft dem Empfänger zurück ins Leben.

Auch das Beispiel von dem Zugunglück, das sich kürzlich in Bayern ereignete, zeigt, wie tagtäglich solche Katastrophen passieren können und wie dringend dann Blutspenden benötigt werden. Darum haben jetzt die Bürgerinnen und Bürger aus Stolberg die Möglichkeit, jeweils montags im vierwöchigen Turnus von 12 Uhr bis 18 Uhr im Bethlehem-Gesundheitszentrum Stolberg, Steinfeldstraße 5, Blut zu spenden. Bislang gab es die bekannten Blutspendeeinrichtungen Uniklinik RWTH Aachen, Luisenhospital, Couvenhalle/RWTH-Aachen, Marienhospital sowie Medizinisches Versorgungszentrum Würselen

Durch die Kooperation der Uniklinik RWTH Aachen mit dem Betlehem Gesundheitszentrum Stolberg können vor allem Anwohnerinnen und Anwohner aus Stolberg und Umgebung die ortsnahe Möglichkeit zum Blutspenden nutzen. „Fakt ist, rund 80 Prozent aller Deutschen brauchen mindestens einmal in ihrem Leben Blut oder Blutplasma. Der Bedarf an den Blutspenden ist besonders in den Sommermonaten sehr hoch. Aber auch gerade im Moment gibt es noch zu wenige Blutkonserven, da die Spendetauglichkeit bei vielen durch die derzeitige Grippewelle beeinträchtigt ist“, erklärt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums in Stolberg. Im vergangenen Jahr waren es exakt 1128 Blutkonserven, die die Patienten in der Region benötigten. Das bedeutet, dass das Blut von 1128 Spendern eingesetzt wurde. „Die Bürgerinnen und Bürger, die im Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg Blut spenden, helfen so den Menschen der Städteregion Aachen“, sagt auch die Leiterin der Transfusionsmedizin der Uniklinik RWTH Aachen, Dr. Gabriele Hutschenreuter.

Blut spenden kann fast jeder. Einzige Voraussetzung: Der Spender ist gesund, zwischen 18 und 68 Jahre alt und wiegt mindestens 50 Kilo. Frauen dürfen bis zu vier Mal, Männer bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden. „Grundsätzlich ist die Blutspende freiwillig und unentgeltlich, die Spender erhalten hierfür eine kleine Aufwandsentschädigung“, erklärt Gabriele Hutschenreuter.

Vor der eigentlichen Blutspende findet eine ausführliche ärztliche Spendetauglichkeitsuntersuchung statt, entsprechende Fragebögen sind vom Spender auszufüllen, so dass gewährleistet ist, dass die Blutspende für den Spender selbst keine gesundheitliche Gefährdung darstellt und sein gespendetes Blut zur Patientenversorgung verwendet werden kann.

Neben „seiner guten Tat“, Patienten zu helfen, die dringend auf die Blutspende angewiesen sind, erhält der Spender somit automatisch einen kostenlosen Gesundheitscheck und wird regelmäßig ärztlich kontrolliert, sagt Hutschenreuter.

An dem ersten Blutspendetermin in dieser Woche waren unter anderem der Bürgermeister der Stadt Stolberg, Tim Grüttemeier, und zehn Vertreter der Firma Grünenthal anwesend, die ihre Spende abgeben wollten. „Ich finde es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger noch mehr für das Thema zu sensibilisieren und zu verdeutlichen, dass es jeden von uns eines Tages treffen könnte. Da die Termine jetzt schon weit im Voraus bekannt sind, die Aktion ortsnah ist und Leben retten kann, hoffe ich, dass sich viele zu einer Blutspende bereit erklären“, appelliert der Bürgermeister an die Stolberger.

Denn der Bedarf an Blut sei immer noch größer als die Menge, die zur Verfügung stehe.

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