Bleiben die Stolberger Fußballplätze gesperrt?

Von: oha
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Stolberg. Das anhaltende Winterwetter macht den Fußballern in der Region einen dicken Strich durch die Rechnung. Vergangenes Wochenende mussten alle Spiele wegen gefrorener Plätze abgesagt werden. Für dieses Wochenende hat die Nachbarstadt Eschweiler bereits alle Rasenplätze sowie die Aschenplätze in Hastenrath und Pumpe gesperrt. Die Entscheidung für Stolberg soll am Freitag fallen.

Stadtsportverband und Schulverwaltungsamt wollten sich hier am Donnerstag noch nicht festlegen. Zwar war der Boden auf den Sportstätten meist hart gefroren, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Das Nachholspiel zwischen Breinig und Richterich Donnerstagabend fiel aber schon aus. Nicht ohne Grund: In der Nacht zu Donnerstag war es im Raum Stolberg bis zu 7 Grad minus kalt, tagsüber 2 Grad minus. Viel besser wird es laut Vorhersage auch am Sonntag nicht. Tagsüber womöglich leicht über Null, nachts 3 Grad minus. Und leider hat das Wetteramt für Sonntag wieder Schneefall angesagt.

Nicht einmal auf Kunstrasen kann ohne negative Auswirkungen gespielt werden, wenn der Boden gefroren ist. Bei Minusgraden brechen die gefrorenen Kunstgrashalme ab. Der Platz wird so in kürzester Zeit ruiniert. „Die Stadt hat viel Geld in die Kunstrasenplätze investiert. Sie kann nicht zulassen, dass diese dann mutwillig zerstört werden“, hat Bert Kloubert, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, durchaus Verständnis dafür, wenn vom Schulverwaltungsamt sämtliche Plätze gesperrt werden. „Es muss in diesem Punkt auch Waffengleichheit unter den Vereinen herrschen“, so Kloubert. Dennoch will er die Entscheidung kurzfristig fällen. Sonst sei der eine oder andere Verein sauer.

Nicht zuletzt, weil Vereine bereits mit bis zu sechs Saisonspielen im Rückstand sind. Arthur Knappe, früher im Vorstand des Stadtsportverbandes: „Das wird wieder das reinste Chaos. Und es kommt zu Wettbewerbsverzerrungen, wenn Spiele auch in der Wochenmitte nachgeholt werden müssen.“ Viele Spieler fielen dann berufsbedingt aus, dann laufe die Ersatzmannschaft auf.

Egal, wie die Entscheidung ausfällt, sie sei für alle Vereine verbindlich, betont Helmut Brief vom Fußballkreis Aachen. Ein Team, das sich vergangenes Wochenende nicht an die Sperre gehalten habe, werde mit einer Geldbuße von 50 Euro bestraft. Brief: „Es kann nicht sein, dass, wenn eine Stadt etwas verbietet, sich nicht alle daran halten.“ Notfalls müsse der Fußballkreis die Sache eben selbst in die Hand nehmen und bei Bedarf alle Spiele absetzen. „Man kann die Spielabsage ja offenbar nicht den Vereinen selbst überlassen.“

Kommende Woche soll das Thema bei einem gemeinsamen Treffen der Clubs aus Eschweiler und Stolberg angesprochen werden.

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