Stolberg - Blei und Silber in der Kupferstadt

Blei und Silber in der Kupferstadt

Von: Jürgen Lange
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Und so entsteht ein echtes Stück „Stolberg“: Mit diesem Gütesiegel vermarktet Berzelius sein Qualitätsblei als Hauptprodukt. Foto: J. Lange
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Wirtschaftsminister Garrelt Duin besucht die Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer. Foto: J. Lange

Stolberg. Gleich drei Mal in den Fokus der Öffentlichkeit wird die Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer in diesem Herbst gerückt. Nach seinem Besuch beim Otto-Junker-Jubiläum im Zinkhütter Hof besucht NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin das Stolberger Vorzeigeunternehmen am Montag, 27. Oktober.

Die Sicherung des Industriestandortes und der Arbeitsplätze sowie die Rekrutierung von mathamtisch-naturwissenschaftlich ausgebildetem Fachpersonal stehen im Mittelpunkt des Besuches, den die Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD organisiert hat. „Berzelius ist ein positives Beispiel dafür, wie durch Innovation und Investitionen Industriestandorte gesichert werden können“, sagt der AGS-Landesvorsitzende André Brümmer und verweist auf den Erhalt von Kaufkraft und Folgeaufträge für die regionale Wirtschaft dank florierender Industrieunternehmen.

Berzelius kann dies mit Zahlen belegten. In den ersten zwölf Jahren dieses Jahrhunderts wurden mehr als 42 Millionen Euro in den Umweltschutz sowie in die Anlagen- und Prozesssicherheit investiert, erklärt Geschäftsführer Dr. Urban Meurer. Derzeit investiert das Unternehmen gut 25 Millionen Euro in den Ausbau der Silberhütte, deren Produktivität damit auf 700 bis 800 Tonnen Silber im Jahr verdoppelt wird. Damit überflügelt wertmäßig dieses Nebenprodukt bei der Herstellung des Primärproduktes Blei.

„Wir sind von einem einfachen Blei- zu einem Edelmetallstandort geworden“, sagt Meurer. Neben rund 155.000 Tonnen Blei und Bleilegierungen produziert der Betrieb pro Jahr knapp 130.000 Tonnen Schwefelsäure für die chemische Industrie, 60.000 Tonnen Berzelit Schlacke für Deponie- und Straßenbau, 6.000 Tonnen Kupfer-Bleistein zur Weiterverarbeitung in Kupferhütten und 1.200 Kilogramm Gold für die Schmuckproduktion zählen ebenfalls zum Portfolio des 1848 gegründeten Unternehmens, das seit 1996 zur amerikanischen Quexco-Holding, dem weltweit führenden Bleiproduzenten, gehört. Seitdem wird am Binsfeldhammer investiert in Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz. Emissionen und Energieverbrauch wurden nachhaltig gesenkt. Das Stolberger Programm ist zum Vorbild für den ganzen Konzern geworden. Längst hat die Hütte das schlechte Image vergangener Zeiten abgelegt und gilt als Vorreiter für eine schonende Nutzung der Ressourcen.

Die Zahl der Mitarbeiter liegt bei rund 250 – mit steigender Tendenz. „Wir sind offen für Bewerbungen und freuen uns auf regen Austausch mit Besuchern“, sagt Sabine Flemming, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Berzelius, zur Beteiligung des Stolberger Werkes an der euregionalen „Nacht der Unternehmen“ am Donnerstag, 6. November, ab 17 Uhr – ebenso wie die Stolberger Firmen Caseris und Dyna-Mess Prüfsysteme.

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