Blauer Bund pflegt Kriegsgräber Gefallener

Von: dö
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Kunibert Matheis und seine Soldatenkollegen vom Blauen Bund kümmerten sich auf dem Friedhof Bergstraße um die Gräber Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Soldaten pflegen Kriegsgräber – an sich nichts Ungewöhnliches. Für den Blauen Bund hingegen schon. Denn die Vereinigung ehemaliger und aktiver Soldaten der Bundeswehr widmet sich vordergründig dem Erfahrungsaustausch und fördert die Vermittlung von militärischen und technischem Wissen.

Das heißt aber nicht, dass humanitäre und soziale Aufgaben dabei vernachlässigt werden. Humanitäre und soziale Aufgaben, die für die Ortsgruppe Aachen/Eschweiler des Blauen Bunde bedeuten, dass man sich seit der Gründung im Jahr 1990 um die Pflege und Erhaltung örtlicher Kriegsgräberstätten kümmert. So geschehen kürzlich, als 18 ehemalige und aktive Offiziere sowie Unteroffiziere im Alter von 45 bis 77 Jahren vier Kriegs-Gräberfelder auf dem Friedhof an der Bergstraße von Unkraut und üppigem Grün befreiten. Geleitet wurde die Gruppe von Thomas Urban, ehemaliger Oberst, und Kunibert Matheis, früherer Oberstabsfeldwebel. Matheis, der bei der Blauen-Bund-Ortsgruppe Aachen/Eschweiler das Amt eines Geschäftsbeauftragten bekleidet, hatte sich beim Technischen Betriebsamt um die Bereitstellung von Gerätschaften gekümmert.

Der Boden wurde aufgelockert, damit man anschließend leichter das dortige Unkraut entfernen konnte. Aber auch wuchernden Begrenzungshecken rückte man zu Leibe. Verzichtet hatte man aber diesmal auf den Einsatz eines Hochdruckreinigers. „Den Hochdruckreiniger werden wir bestimmt aber im nächsten Jahr wieder einsetzen. Denn etliche Grabkreuze sind inzwischen wieder von einer dunklen Patina überzogen“, sagte Matheis. Denn neben den eigentlichen Pflegemaßnahmen war auch ein Handlauf aus Holz zu reparieren, wofür die Männer kurzerhand Schreinerwerkzeug organisierten. Früher als erwartet waren die Arbeiten dennoch beendet. Denn die für fünf Stunden angesetzten Arbeiten wurden um eine Stunde unterschritten. „Wir waren diesmal eine große Gruppe. Darum konnten wir früher Schluss machen“, so Matheis, der für das nächste Jahr die Beseitigung von Grünspan und die anschließende Versiegelung der Soldaten-Grabkreuze anvisiert hat.

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