Bitbouler-Cup in Schevenhütte verbindet

Von: chh
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Augenblick der Anspannung: Kurz vor dem Wurf steht die Zeit geradezu still. Boule ist ein Sport, der von den Spielern äußerste Konzentration fordert. Foto: C. Hahn

Stolberg-Schevenhütte. Klack, klack, klack, immer wieder die selben kurzen, metallischen Töne. Töne, die unverwechselbar sind, weil sie ganz typisch zu einem Sport gehört – zu Boule, das nach den Kugeln benannt wurde, mit denen es längst nicht mehr nur in Frankreich gespielt wird.

Denn nicht nur in „La douce France“ hat diese Disziplin eine Heimat – auch in Schevenhütte schlagen die Herzen einer munteren Truppe, deren Mitglieder wöchentlich im Garten des Restaurants „Casino“ an der Nideggener Straße ihrer Passion huldigen, für dieses Hobby.

Freundschaft war Trumpf

Diese Begeisterung wirkt ansteckend. Und so ist es kaum ein Wunder, dass am Samstag rund um das „Casino“ zum elften Mal der Wettbewerb um den „Bitbouler-Cup“ ausgetragen wurde.

Die Aktiven der Maigesellschaft-Schevenhütte, die Wasserballer vom SV Stolberg und viele andere mehr: Sie alle traten mit Dreier-Teams, teils Männer, teils Frauen, teils munter gemischt, an. Insgesamt 32 Mannschaften scheuten nicht die Konkurrenz und zeigten auf 15 Bahnen zeitgleich ihre Kunst.

Dabei kamen die Teilnehmer nicht nur aus der Kupferstadt und ihrem Umkreis, nicht nur aus den Dörfern des Münsterländchens oder aus Eschweiler, sondern auch aus Remscheid, Köln und der belgisch-limburgischen Hauptstadt Hasselt. Die Gäste von dort sorgten für ein Glanzlicht ganz eigener Art: Mitglieder eines Gehörlosen-Sportvereins waren gleich mit drei Teams angereist. Denn Boule verbindet Menschen, so groß auch die Unterschiede zwischen ihnen sein mögen.

Freundschaft war Trumpf an diesem langen Tag in Schevenhütte und wog vielleicht sogar schwerer als alle Trophäen, die bei diesem Wettbewerb ausgespielt wurden. So verständigten sich hörende und hörbehinderte Teilnehmer sehr effektiv mit kleinen, sparsam gesetzten Gesten. Und viele Sportler dachten auch an ein Boule-typisches Accessoire, den Strohhut.

Mag es bei Boule auch immer um Geschicklichkeit und ein Quäntchen Athletik gehen: Es geht bei alledem auch stets um ein Stück Lebensart. Die Ausrichter haben das mit diesem „Bitbouler-Cup“ einmal mehr eindrucksvoll bewiesen. Die Sieger ermittelten sich wie folgt: auf dem ersten Platz das Team Gressenich, der zweite Platz geht an das Team Breskens und auf dem dritten Platz landete das Team Limdosport.

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