Stolberg - Bischofstraße wird zum Nadelöhr der XXL-Baustelle

Bischofstraße wird zum Nadelöhr der XXL-Baustelle

Von: -jül-
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Bis zum Marienheim reicht im Berufsverkehr der Stau auf der nun zweispurigen Bischofstraße. Nur drei, vier Autos passieren die Ampel. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Welt untergegangen ist weder in Büsbach noch in Münsterbusch, als am Mittwoch Stolbergs XXL-Baustelle in Betrieb ging und tatsächlich nicht nur an beiden Enden, sondern auch auf der Strecke Bautätigkeit zu verzeichnen war. „Wir legen mit Volldampf los”, verspricht Helmut Kutsch, einer der vier a beteiligten Bauunternehmer, die im Auftrag von EWV und Enwor Gas- und Wasserleitungen nebst Hausanschlüssen erneuern.

Über 1,6 Kilometer ist auf Konrad-Adenauer- und Prämienstraße die Baugrube in die Fahrbahndecke geritzt, erste Gräben sind gegraben, und das weitere Arbeitsgerät ist vor Ort.

Noch nicht so recht den Durchblick über die ausgeschilderten Umleitungen hatten am ersten Tag einige Autofahrer - trotz Richtungspfeilen und „Spardosen”: Mehrfach bogen Fahrzeuge aus Nebenstraßen entgegen der nun geltenden Einbahnstraßenregelung in Richtung Münsterbusch ab. Den Falschfahrern kamen wenig Fahrzeuge entgegen. Die K13 in Richtung Büsbach schien am Mittwoch recht gemieden worden zu sein.

Allerdings wurden an einigen Stellen zeitweise Rückstaus vermeldet. Beispielsweise auf dem Schafberg in Richtung Kreuz bis zurück zur Schwimmhalle. Vor allem aber auf der Bischofstraße, die auch einen Großteil der Busumleitungen aufnehmen muss. Bis zum Marienheim reichte der Stau zurück; viele Fahrzeuge nutzten die schmale Dell, wo Schulhof und Kindergarten liegen, als Ausweg.

Dabei ist die Bischofstraße ab Schule bereits als zweispurige Einbahnstraße zur Kreuzung ausgewiesen. Allerdings halten dort die Ampeln mit dem deutlich größeren Verkehrsaufkommen nicht Schritt. Kein Wunder, dass dann auch auf dem Lehmkaulweg selbst der Berufsverkehr zügig abfloss, wobei an der Büsbacher Kreuzung die Fahrtrichtung Aachen vorgeschrieben und ein Abbiegen in Richtung Markt verboten ist.

Über solche Details macht sich auch die CDU ihre Gedanken. „Es fehlt die Feinabstimmung”, sagt Ratsherr Paul Kirch im Vorfeld der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses. Beispiel Ampeln: Die Verwaltung soll prüfen, ob insbesondere an der Büsbacher Kreuzung es nicht sinnvoller sei, die Lichtzeichenanlagen von Lehmkaulweg und Aachener Straße abzuschalten, um Rückstaus vermeiden zu helfen. Gleiches gelte auch für die Ampeln entlang der Strecke nach Münsterbusch an Meisenweg/Holderbusch, Ardennen-, Talstraße/Elsterweg und Schafberg.

Zweite Zufahrt zum Markt?

Begrüßt wird von der CDU zwar, dass der Büsbacher Markt während der Bauphase als Parkplatz geöffnet ist. „Aber die Zufahrt nur vom Wilhelmbusch aus ist unzureichend”, erklärt Siegfried Pietz. Der Büsbacher Ratsherr schlägt zur Prüfun g vor, auch eine Zufahrt von der Konrad-Adenauer-Straße aus zu ermöglichen. Außerdem regt er eine Parkscheibenregelung für den Markt an, damit dieser in erster Linie von Kunden des Geschäftszentrums genutzt werden kann. „Es wäre sinnvoll, wenn sich die Verwaltung mit den Geschäftsleuten vor Ort treffen würde, um soche Details abzusprechen, regt Pietz an.

Darüber soll heute auch ebenso im Verkehrsausschuss gesprochen werden wie über einen Kompromiss seines Ratskollegen Rolf Engels. Der Sozialdemokrat schlägt nach Gesprächen in der Verwaltung vor, die XXL-Baustelle zu splitten. Die Verlegung der Längsverrohrung soll schnellstmöglich in einem Rutsch erfolgen; für die Herrichtung der Hausanschlüsse sollen dann aber immer wieder nur kleinere Bauabschnitte gesperrt werden. „Damit würde den Anliegern geholfen und der Bauablauf nicht verzögert.”

Übersehen hatte die Aseag bei der Mitteilung über die Umleitungen für ihre von der Baustelle betroffenen Busse die Linie 42. Sie kann in Richtung Büsbach unverändert über Prämien- und Kondrad-Adenauer-Straße fahren. Aber auf ihrem Rückweg führt die Strecke aber ab Büsbach Markt über Bischofstraße, Lehmkaulweg, Aachener Straße, wo Höhe Haus Nr. 98 eine Ersatzhaltestelle eingerichtet ist, weiter über den Grünen Weg, Liester, Walther-Dobbelmann-Straße, Schafberg, Prämienstraße nach Münsterbusch Kreuz und weiter den üblichen Linienweg.

Das Winterwetter hat den Zeitplan bei Baustellen erheblich durcheinander gewirbelt, erklärte Tiefbauunternehmer Helmut Kutsch auf Anfrage. Betroffen davon war beispielsweise die komplett gesperrte Duffenter Straße, wo für die Herrichtung eines Hausanschlusses eine Woche eingeplant war. Am 1.Dezember war Baubeginn. Jetzt konnten die Arbeiten so weit abgeschlossen werden, dass am Freitag verfüllt und am Montag die Asphaltdecke aufgebracht werden soll.

Ein Ende in Sicht ist ebenfalls für die Baustelle in der Birkengangstraße, die ursprünglich vor Weihnachten abgeschlossen werden sollte. „Wegen der Winterschäden mussten wir jetzt etliche Meter wieder neu aufreißen und neu asphaltieren”, erklärt Kutsch. Mitte nächster Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen werden können.

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