Stolberg - Bischof Mussinghoff zelebriert das Pontifikalamt in St. Lucia

Bischof Mussinghoff zelebriert das Pontifikalamt in St. Lucia

Von: Wolfgang Weber
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Eine anspruchsvolle Aufgabe hat Jo Schulte (stehend): Er wird am Sonntag gleich drei Chöre in der Pfarrkirche St. Lucia dirigieren. Die Generalprobe jedenfalls ist gut gelungen. Foto: W. Weber

Stolberg. Zum ersten Mal seit 1997 besucht Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff am Sonntag offiziell die Kupferstadt. Ab 10 Uhr leitet er das Pontifikalamt in St. Lucia, das anlässlich des 350-Jahr-Feierlichkeiten der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Stadtmitte zelebriert wird.

Für viele Stolberger Katholiken wird der Besuch der Messe zu einem freudigen Termin in der altehrwürdigen Kirche im Schatten der Burg. Dass der Bischof aus Aachen nach Stolberg kommt, ist etwas ganz Besonderes für die innerstädtische Kirchengemeinde.

Der Bischof höchstpersönlich also wird die Messe zelebrieren. Als Konzelebranten zur Seite stehen ihm der frühere Dompropst Dr. Hans Müllejans sowie die Pfarrer Manuel Perez-Mayo (Priester der spanischen Gemeinde Stolberg) und Hans-Rolf Funken. Hans Müllejans kehrt somit an seine alte Wirkstätte zurück, er war in den 1950er Jahren als junger Kaplan in St. Lucia tätig und organisierte vor 50 Jahren auch die 300-Jahr-Feier der St. Sebastianus-Schützen.

Die Stolberger Katholiken wollen dem Bischof einen großen Empfang bereiten. Besonders freuen sich Pastor Hans-Rolf Funken und Organist Jo Schulte über die musikalische Begleitung. „Es singen drei Chöre ”, erklärt Pastor Funken. Dies sind die Kirchenchorgemeinschaft St. Cäcilia und die Kirchenchöre von St. Franziskus und Herz-Jesu. Jo Schulte, der sich der Herausforderung stellt, die fast hundert Sängerinnen und Sänger zu dirigieren, spricht von einem „zukunftsorientierten Handeln”. Bei der Generalprobe der drei Chöre am Dienstagabend war nur noch Feinschliff bei den erfahrenen Klangkörpern, wie die Chöre in der Fachsprache heißen, erforderlich.

Auf der Empore wird´s eng

Eng zusammenrücken müssen die Chöre am Sonntag auf der Empore von St. Lucia. Denn zu den Chören gesellen sich noch vier Bläser. „Das werden wir aber schaffen”, ist Jo Schulte zuversichtlich.

Auch in der Kirche selber wird der Andrang groß sein. Zahlreiche Ehrengäste nehmen am Gottesdienst teil. Neben Vertretern der Schützenbruderschaften sind dies auch der evangelische Pfarrer Andreas Hinze und der frühere Stolberger Kaplan Hermann-Josef Kaiser.

Schirmherrin Jeannette Gräfin Beissel zu Gymnich sowie Prinz Charles Louis von Merode unterstreichen durch ihre Anwesenheit die Bedeutung von Tradition in der heutigen Zeit. Ein Vorfahr von Gräfin Beissel zu Gymnich war vor 200 Jahren Herr über die Stolberger Burg, ihr Ehemann ist Patron der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Gymnich - mit 800 Jahren die älteste Schützenbruderschaft der Welt.

Doch diese Namen bieten nur einen kleinen Ausblick auf die zahlreichen Besucher, die dem Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Lucia am Fuße der Burg beiwohnen werden.

„Zu Beginn gibt es den großen Einzug. Ein gut abgestimmter Regieplan wird dann den reibungslosen Ablauf der gesamten Messe ermöglichen”, kündigt Jo Schulte an. Ein „guter Weihrauch” wird aufgelegt, soviel war zu erfahren. Über den Rest aber herrscht Stillschwiegen. Nur soviel noch: Die Priester werden weiße Gewänder tragen. „Das ist doch die Farbe der Freude in der katholischen Kirche”, betont Pfarrer Funken. Freude herrscht auch bei ihm - vor allem Vorfreude auf den Gottesdienst und auf die vielen Menschen, die in „seine” Kirche kommen werden.
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