Bis zu 5500 Pakete können täglich umgeschlagen werden

Von: Jürgen Lange
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Reger Umschlag: Hermes hat sein neues Verteilzentrum, verkehrsgünstig gelegen an der Landesstraße 238, in Betrieb genommen. Foto: J. Lange

Stolberg. Rechtzeitig zur arbeitsreichen Weihnachtssaison hat es den Betrieb aufgenommen: Seit dem 1. Dezember beliefert das Logistikunternehmen Hermes von seinem neuen Verteilzentrum an der Eschweilerstraße aus die Region.

Noch am Abend zuvor hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung der Dringlichkeitsentscheidung zugestimmt, mit der dem Unternehmen Mitte November der Bauantrag positiv beschieden wurde, das zuvor vom Dänischen Bettenhaus genutzte, rund 800 Quadratmeter große Ladenlokal in ein regionales Logistikzentrum zu verwandeln.

„Es waren noch eine Reihe von Um- und Einbauten erforderlich“, sagt Martin Frommhold: „Zudem haben wir eine Sortieranlage in das Verteilzentrum neu eingebaut“, so der Sprecher des Unternehmens mit Sitz in Hamburg. Alle Arbeiten hätten fristgerecht abgeschlossen werden können.

Auf dem früheren Schlachthofgelände werden heute bereits bis zu 5500 Sendungen täglich abgewickelt. Von der Eschweilerstraße aus wird ein gutes Drittel der gesamten Zustellfläche des Depots Aachen bedient. „Dazu gehört das gesamte Stadtgebiet von Aachen, Roetgen, Stolberg, Kreuzau, Simmerath, Monschau, Hürtgenwald, Schleiden, Hellenthal, Heimbach und Nideggen“, erläutert Frommhold. „Wir beliefern dieses Gebiet mit insgesamt 45 Touren“. Das bedeutet eine entsprechend ebenso große Anzahl von Fahrern und Fahrzeugen.

Hinzu kommen weitere zehn Mitarbeiter, die in dem Verteilzentrum den Warenumschlag abwickeln und die Pakete sortieren. „Je nach Mengenaufkommen sind in Kombination mit den Zustellern rund 60 Mitarbeiter in Stolberg beschäftigt“, so Frommhold.

Die Sendungen werden von der Tochtergesellschaft der Otto-Gruppe zentral mit Lastzügen an der Eschweilerstraße angeliefert, dort umgeschlagen und den einzelnen Touren zugeteilt. Die Masse der Sendungen stammen aus dem Online-Handel. Das sogenannte S-Paket bis zu 50 Zentimeter Kantenlänge sei dabei das am meisten genutzte Angebot.

Im Stolberger Rathaus sieht man sich mit der Hermes-Ansiedlung an der Eschweilerstraße auf einem guten Weg, zumal das nahe Umfeld des Hauptbahnhofes zu einem Logistikstandort weiterentwickelt werden soll. Unter dem Arbeitstitel „Euregio Rail Port“ sollen brachliegende Gewerbeflächen als Hinterlandterminal für die wichtigen Nordseehäfen in Belgien und den Niederlanden genutzt werden. Neue Unternehmen sollen dort per Bahn angelieferte Waren umschlagen, konfektionieren und veredeln – soweit die Idee.

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