Stolberg-Mausbach - Bilanz: Mehr als 1000 Flüge auf Diepenlinchen

Bilanz: Mehr als 1000 Flüge auf Diepenlinchen

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Über den Wolken muss die Freiheit woll grenzenlos sein: Das Bild zeigt einen Windenstart eines Modells ASK13 (doppelsitziges Schulflugzeug) auf Diepenlinchen. Foto: Bernd Ostlender

Stolberg-Mausbach. Der Luftsport Verein Stolberg ist stolz auf insgesamt 1031 unfallfreie Starts und Landungen in der Saison 2017. Damit konnte die Anzahl der Flüge ab Mausbach-Diepenlinchen im Vergleich zum Vorjahr um 147 Flugbewegungen erhöht werden.

Das schöne Wetter an Allerheiligen nutzten die Segelflieger noch einmal voll aus und so wurde die besondere Ehre des 1000. Starts, Ingo Lünemann (59, aus Aachen) zu Teil. Für die insgesamt 59 Mitglieder werden auf dem Segelfluggelände zwei Doppelsitzer und drei Einsitzer unterhalten, zudem sind noch einige private Segelflugzeuge in Stolberg stationiert.

Die Doppelsitzer dienen dem Verein sowohl in der Anfängerschulung als auch zum Fliegen mit Familie und Freunden. Die insgesamt 27 Flugschüler beginnen ihre Ausbildung auf dem vorderen Sitz eines dieser Doppelsitzer, nach ausreichender Übung fliegen die Schüler dann zunächst alleine im Doppelsitzer bevor sie dann mit und mit auf die Einsitzer wechselnkönnen.

Ausbildung und Jugendarbeit wird beim Luftsportverein Stolberg ganz groß geschrieben, der Anteil der Flugschüler macht 45 der Mitglieder aus und mit 14 Jugendlichen macht die Jugendgruppe fast ein Viertel des Vereins aus. Die jungen Leute werden an ein aufregendes und tolles Hobby herangeführt und lernen schon früh auch Verantwortung zu übernehmen und eigenverantwortlich zu handeln.

So gehört zum Beispiel zu ihrer Ausbildung auch das Üben von Startunterbrechungen, es könnte ja zum Beispiel einmal das Seil der Winde reißen, mit dem die Flugzeuge in den Himmel gezogen werden. Außerdem werden von Mausbach aus regelmäßig Flüge bis Tief in die Eifel an die Mosel und darüber hinaus unternommen. Das alles ganz ohne Motor nur mit der Kraft der Sonne!

Die Sonne ist es nämlich die den Boden erwärmt und von dem aus dann warme Luftmassen nach oben steigen, in denen sich die Segelflugzeuge dann „hochschrauben“. In diesem Jahr gelang es sogar einmal, zwischen Zweifall und Rott in eine Welle einzusteigen. Wellen sind Windströmungen, die eigentlich nur in Gebirgen auftreten, wenn der Wind auf mehrere aufeinander folgende Gebirgsketten bläst. Vorausgesetzt, er ist je nach Wetterlage stark genug, schaukelt der Wind sich schließlich auf und geht, dem Muster der Gebirgsketten folgend, auch in sehr große Höhen.

So gelang es, auf fast 3000 Meter und somit über die Wolken zu steigen. Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann man mit 14 Jahren beginnen, aber auch Flugschüler im Rentenalter sind möglich. Mit 16 Jahren darf man dann die amtliche Prüfung ablegen und erhält die Segelfluglizenz.

Pflege und Instandhaltung

Für die Flieger auf Diepenlinchen geht es jetzt in die Wintersaison, da sind zum einen Pflege und Instandhaltungsarbeiten an den Flugzeugen sowie der Infrastruktur zu erledigen, zum anderen wird die Zeit genutzt, um intensive Theorielehrgänge abzuhalten.

Außerdem stehen eine Weihnachtsfeier und sicher auch das ein oder andere gemütliche Beisammensein im Vereinsheim nach getaner Winterarbeit an.

Weitere Informationen und Hinweise sind zu finden auf der Internetpräsenz unter der Adresse www.LVStolberg.de.

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