Bewusst surfen: Das Netz vergisst nie

Von: Anja Klingbeil
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Sie wissen, wie man sich rich
Sie wissen, wie man sich richtig im Netz verhält und welche Gefahren es gibt: Cheyenne Smid (v.l.), Angelina Begasse und Miguel Foto: Anja Klingbeil

Stolberg. Ein paar Klicks, kurz das Passwort eingegeben und Cheyenne Smid ist drin: Facebook, YouTube oder SchülerVZ gehören für die 13-Jährige ganz selbstverständlich zum Leben mit dazu.

„Über die Chat-Funktion bei Facebook kann ich immer mit meinen Freunden in Kontakt bleiben”, sagt die Realschülerin. Schließlich sei es nicht ständig möglich, sich zum persönlichen Gespräch zu treffen. Ihre Mitschüler Angelina Begasse und Miguel Haas sehen das ähnlich.

Doch bei all den Vorteilen, die die schöne neue Welt des Internets bietet, wissen die Siebtklässler auch um die Gefahren.

Um diejenigen, die sich unter falschem Namen und mit einer erfundenen Identität im sozialen Netzwerk anmelden, um Computerviren, illegale Downloads und um jene Gruppen-Dynamik, die sich auf Internet-Plattformen entwickelt, wenn es darum geht, andere zu beleidigen. Cyber-Mobbing ist auch an der Realschule an der Walter-Dobbelmann-Straße ein Thema. Und so geht es am Dienstag beim „Safer Internet Day 2012”, der bundesweit stattfindet, vor allen Dingen um den sicheren Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken.

Georg Helmes, Referent der Regio IT, machte in seinen Vorträgen auf diese Gefahren aufmerksam. Erklärte, wie wichtig ist es, Anti-Virenprogramm immer auf dem neuesten Stand zu halten, sichere Passwörter zu nutzen und seine Privatsphäre zu schützen. Und er führte auf, wie schnell man sich strafbar machen kann. Denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer Filme oder Musik anderen zum Download anbietet, kann mit saftigen Geldstrafen von mehreren Tausend Euro rechnen. Da schluckten die Siebtklässler doch ganz schön.

Denn darüber machen sich nur die wenigsten 13-Jährigen Gedanken. Genau deshalb, sagt die zweite Konrektorin Petra Mersmann, richtet sich der „Safer Internet Day” an die Jahrgangsstufe sieben. „Um so früher wir die Jugendlichen sensibilisieren, um so besser”, sagt Mersmann. Vielen Mädchen und Jungen sei gar nicht klar, dass das, was einmal im Netz drin sei, auf immer und ewig dort zu finden ist. Wer sich also später um einen Job bewirbt, sollte damit rechnen, dass der potenzielle Chef auch schon mal im Internet auf Recherche geht. Und dabei will er mit Sicherheit nicht sehen, wie sie der zukünftige Arbeitnehmer auf Partys betrinkt.

Schreib- und Leseförderung

Auch die Eltern werden an der Realschule mit ins Boot geholt. Die wissen oft gar nicht, womit sich der Steppke da im Netz so beschäftigt. „Die Eltern sind oft erstaunt, weil sie sich selber in dieser Welt gar nicht oder nur kaum auskennen”, sagt Schulleiter Ferdi Küpper-Jacobs. Dabei, sagt Petra Mersmann, ist es wichtig, dass vor allen Dingen am Anfang die Eltern ihre Kinder bei den ersten Schritten ins Internet begleiten und beaufsichtigen.

Immerhin biete das Netz neben den Gefahren auch viele Möglichkeiten: von der Internet-Recherche über Mathe-Lernprogramme bis zur Schreib- und Leseförderung. Wer das Medium Internet richtig nutzt, kann dabei sogar sehr viel lernen.
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