Bethlehem-Krankenhaus geht auf einen neuen Geburtenrekord zu

Von: -jül-/ag
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Stolberg/Simmerath. Während in Simmerath Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Förderzusage für die Umstrukturierung des St. Brigida-Krankenhauses überbringt, strebt das Stolberger Bethlehem-Krankenhaus auf einen neuen Geburtenrekord zu.

„Der Baby-Boom im Bethlehem hält weiter an”, freut sich Verwaltungsdirektor Thomas Schellhoff. In diesem Jahr wurden bereits über 600 Geburten gezählt - 55 mehr als im Vergleich zur gleichen Zeit im Vorjahr, als insgesamt über 1100 Geburten im Bethlehem erfolgten.

„Trotz des allgemeinen Geburtenrückgangs und der Umbaumaßnahmen sehen wir das als positive Rückmeldung für unsere Leistungen”, erklärt Oberarzt Ansgar Cosler. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit der Geburtshilfe mit der hausinternen Kinderklinik sowie den speziell ausgebildeten Mitarbeiter-Teams beider Abteilungen, betreut das „Bethlehem-Krankenhaus als anerkanntes Perinatalzentrum höchster Stufe auch viele Risikoschwangerschaften- und Geburten”, betont der Oberarzt. Zurzeit finden im Stolberger Krankenhaus durchschnittlich drei bis vier Geburten pro Tag statt. Am 9. Juli jedoch brachten neun Mütter, insgesamt neun gesunde Babys zur Welt.

Das Einzugsgebiet der geburtshilflichen Station in Stolberg erstreckt sich mittlerweile weit über die Kreisgrenzen hinaus.

Die wachsenden Geburtenzahlen resultieren sicherlich auch aus der intensivierten Zusammenarbeit mit dem Simmerather Malteser-Krankenhaus. „Wir arbeiten auf diesem Gebiet sehr eng zusammen und werden diese enge Kooperation in den nächsten Jahren weiter intensivieren”, bilanziert Schellhoff.

Auch die Bevölkerung in der Eifel nehme das durch die Zusammenarbeit erweiterte Angebot gerne an. Und im personellen Bereich funktioniere die Kooperation. „Simmerather Kräfte sind mittlerweile auch bei uns tätig”, unterstreicht der Verwaltungsdirektor.

Für die Geburtshilfe an St. Brigida zeichnete sich eine positive Lösung ab: „Sobald die vertraglichen Details abgestimmt sind, ist dank der Unterstützung des Kreises Aachen der Fortbestand der Geburtshilfe zumindest für die kommenden drei Jahre gesichert”, sagt Wolfgang Brauers, Geschäftsführer der Malteser.

Die hoch defizitäre Geburtshilfe sei aber aus Sicht des Landes keine Hilfe, sondern eine Belastung für die Zukunft, erklärte dagegen Minister Laumann. Wenn die „kommunale Familie” jedoch trotzdem bereit sei, das Angebot durch Ausgleich der Defizite abzusichern, werde das Land die Schließung der Geburtshilfe nicht von sich aus betreiben.

In den übrigen Bereichen - Innere Medizin und Chirurgie - werde eine Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Zentrum des Kreises Aachen in Würselen mit erweiteter Diagnostik und Telemedizin vorangetrieben. St. Brigida werde sich auf Kurzzeitbehandlungen und ambulante Operationen spezialisieren, informiert Laumann. Die Notfallversorgung bleibe ohne jede Einschränkung bestehen und der regionale Notarzt am Krankenhaus stationiert.

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