Stolberg - Bethlehem-Jubiläum: „Gesundheit lebt nicht nur von medizinischem Können“

Bethlehem-Jubiläum: „Gesundheit lebt nicht nur von medizinischem Können“

Von: tol
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Diakon Achim Jaskulski, Pfarrer Hans-Rolf Funken und Weihbischof Dr. Gerd Dicke beim Festhochamt in St. Lucia. Foto: T. Lammertz

Stolberg. „Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.“ Das Jesus-Zitat aus dem Lukas-Evangelium war Leitsatz im Festhochamt, das Weihbischof Dr. Gerd Dicke und Pfarrer Hans-Rolf Funken am Sonntagmorgen mit vielen Gläubigen in der St.-Lucia-Kirche feierten. Anlass: der 150. Geburtstag des Bethlehem-Krankenhauses.

„Eine bewegte Zeit“, wie der Weihbischof betonte, in der sich stets Menschen um Kranke bemühten – auch in dem Wissen, dass am Ende Gott es sei, der die Menschen heile. Dank an Gott und Menschen sei deshalb angebracht, aber längst nicht selbstverständlich. Denn der erste Gedan­ke, wenn man in ein Krankenhaus gehe, sei meist eine Forderung, eine Erwartung. Oftmals hätten Kranke und Angehörige sogar übertriebene Erwartungen, doch auch in einem modernen Krankenhaus „wird noch gestorben“, sagt Dr. Dicke.

Im Bibeltext heilt Jesus Aussätzige, die ihren Distrikt nur verlassen durften, wenn sie klingelnd oder klappernd die anderen Menschen vor Ansteckung warnten. Diese Heilung der Aussätzigen sei somit gleichzeitig eine Rückführung in die menschliche Gemeinschaft. Auch dieser Aspekt sei heute wichtig: „Gesundheit lebt nicht nur vom medizinischen Können, sondern auch von menschlicher Zuwendung.“ Und das hätten Pfarrer Roland Ritzerfeld und Franziska Schervier – „ohne die es dieses Krankenhaus nicht gäbe“ – im Auge gehabt, als sie ihm den Namen „Bethlehem“ gaben, der an den erinnert, der Leid und Tod selbst erfuhr.

Sorge um Kranke habe ihren Ursprung im christlichen Glauben, richtete der Weihbischof den Blick auf Jesus, den man auch schlicht „Arzt“ genannt habe, weil er Aussätzige heilte, den Menschen aber auch zeigte, dass mit dem irdischen Ende nicht alles aus sei. Deshalb sei er die „Quelle der Kraft“. So auch im Evangelium: Wenn man bedenke, dass Jesus dort im Grenzgebiet von Samarien und Galiläa wirkte – „bei halben Heiden“ –, werde deutlich, dass er Zeichen gesetzt habe.

Musikalisch gestaltet wurde das Festhochamt zum „Bethlehem“-Jubiläum von einem Bläserensemble und dem Jungen Chor unter Leitung von Jo Schulte, die nach dem Schlusssegen mit dankbarem Applaus bedacht wurden.

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