Besuch bei Schöpfer des Vogelmenschen

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Der aus Stolberg gebürtige Künstler, Albert Sous, empfing den Stolberger Heimatverein in seinem Würselener Atelier. Sein „Vogelmensch“ am Bastinsweiher wird demnächst versetzt.

Stolberg/Würselen. „Übrigens, wie Sie wissen, stamme ich aus Mausbach ...“ Mit diesen Worten begrüßte der gelernte Silberschmied, Albert Sous, jetzt in seinem Atelier in Würselen die Besuchergruppe aus der Kupferstadt mit einem offenen Lachen.

23 Mitglieder des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins nutzten den geschichtlichen Zeitpunkt der Umbauphase des Bastinsweihers, um den Erbauer des „Vogelmenschen“ zu besuchen.

Albert Sous wurde in unserer Region besonders populär durch den 1977 geschaffenen Aachener „Kugelbrunnen“, der jeden Tag die Passanten in der Aachener Adalbertstraße erfreut, wenn er seine „Blätter“ öffnet und schließt. Der mit vielen Preisen ausgezeichnete Künstler präsentierte den Gästen aus Stolberg zunächst sein „Allerheiligstes“, die in vierjähriger Bauzeit entstandene Kuppel aus Glasflaschen, die den höchsten Raum seines Hauses krönt. Dieser „Himmel aus Weinflaschen“ schlug die Besucher sofort in seinen Bann.

Begeistert lauschte die Gruppe seinem Bericht, in welchem er das Modell seines Entwurfs einer Markthalle im August 2014 den Aachener Ratsherren vorstellte. Leider hatten sich die Aachener später anders entschieden - für das Aquis-Plaza. Aus Fehlproduktionen der Schwermetallindustrie schuf er Madonnen, deren wallende Gewänder und rundliche weibliche Formen die Fantasie des Künstlers nachempfinden ließen.

Eine ganze Raumecke widmete Albert Sous seinem Ensemble von Pilgern des Jacobweges. Pilgerköpfe aus blankem Edelstahl verzierte er mit besonderen Attributen, die den Köpfen unterschiedliche Eigenschaften zuordneten, etwa ein „hungriger Pilger“ oder „ein froher Pilger“. Albert Sous fuhr in seinen Erzählungen fort: „Sind wir hier auf Cape Canaveral?“ fragten seine Helfer, die mit ihm zusammen im Jahre 1990 den „Turm von Aurich“ in Nordfriesland errichteten.

Sous verstand es stets, mit seinen lebhaften und unterhaltsamen Erzählungen die Besuchergruppe zu faszinieren. Dieser „Turm von Aurich“ ließ mit seiner haushohen Gestaltung vor seinen Zuschauern die Illusion einer Raketenabschussbasis entstehen. Nicht ohne anerkannten Stolz des Künstlers präsentierte Albert Sous viele, auch kleinere, Exponate, so dass unsere Blicke sich oft nicht an einem bestimmten Objekt festhalten konnten. Selbst den abschließenden Blick in seine Werkstatt wusste Albert Sous mit seinen Erläuterungen zu einem Erlebnis zu gestalten.

Sehr beeindruckt und fasziniert verabschiedete sich die Besuchergruppe von dem Stolberger Künstler mit einem herzlichen Dank für den Blick hinter seine Kulissen. Wenn im Sommer in Stolberg der „Vogelmensch“ im Bastinsweiher versetzt wird, werde sich der Heimatverein gerne an den Stolberger Künstler Albert Sous erinnern, so das Versprechen der Besucher. „Und vielleicht sehen wir den Künstler auch mit etwas anderen Augen...“, zogen die Gäste zum Abschied ihr Fazit.

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