Besondere Tradition für den Informatikkurs am Goethe-Gymnasium

Von: Christoph Hahn
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Lehrer und Schüler im Gespräch: Andreas Horstmann und die Teilnehmer am Informatik-Leistungskurs im Goethe-Gymnasium. Foto: C. Hahn

Stolberg. Bernd Decker, Direktor des Goethe-Gymnasiums im Stolberger Schulzentrum Liester, ist schon ein wenig stolz: „Das ist ein großes Alleinstellungsmerkmal“, sagt er und lächelt, wenn er an den Informatik-Leistungskurs mit zwölf Schülern der elften Klasse denkt, der zum Beginn des Schuljahres an den Start gegangen ist.

Die Zukunftsprognose fällt im Übrigen gut aus: „Auch im nächsten Jahrgang wird er zustande zu kommen.“ Das hat am Goethe-Gymnasium Tradition: „Das Fach ist hier seit zehn Jahren sehr beliebt.“ Trotzdem habe es ein Angebot wie das in der Elften bisher in dieser Schule nicht gegeben: „Völlig neu ist dieser Leistungskurs.“

Wer aber noch nicht in der Oberstufe ist, kann sich trotzdem schon mal im Unterricht schlau machen – im Projektkurs ab der achten Klasse. Und eine Aufgabe, eine für jeden Schüler, jeden Lehrer und alle Eltern greifbare, gibt es dort auch schon: Die Projektkurs-Teilnehmern kümmern sich nicht zuletzt um das Überarbeiten der Website www.goethe-gymnasium-stolberg.de.

Start ist fächerübergreifend

Klausuren und einen Lehrplan gibt es in diesem Stadium des Informatik-Unterrichts übrigens nicht. Statt dessen ist fächerübergreifendes Arbeiten angesagt, wobei das Fach unter anderem mit Kunst und Design verbunden wird. In der Oberstufe dann geht es viel mehr um das, was Computer und die Programme voran treibt: um Daten und ihre Strukturen, Algorithmen, also mathematische Grundlagen, um Programmiersprachen, und um die Auswirkungen von Computern auf die Gesellschaft.

Unterrichtet wird Informatik am Goethe-Gymnasium von fünf Lehrern: Neben dem Herrn Direktor höchstpersönlich sind das die Kollegen Andrea Banaszak, Elmar Jansen, Referendar Max Strasser sowie Andreas Horstmann. Der steht gewissermaßen für das Gymnasium neuen Typs: Die Stolberger haben ihn nicht von einer übergeordneten Stelle als Lehrkraft zugewiesen bekommen – der Schulleiter hat ihn von der Technischen Hochschule (RWTH) Aachen in die Kupferstadt geholt.

Szenenwechsel. Es ist Nachmittag und der Uhrzeiger bewegt sich auf 15 Uhr zu. Andreas Horstmann sitzt mit den Zwölfen vom Leistungskurs in einem Raum mit halb heruntergelassenen Jalousien. Stapelverarbeitung steht auf dem Stundenplan, also die Kunst, etwa Container nach und nach im Bauch eines Schiffes so aufzubauen, dass a) alles passt und b) der Raum optimal ausgenutzt wird.

Mit dabei sind auch zwei aus dem Projektkurs, Johanna Reidt und Tim Zintzen. Tim kommt „eher aus privatem Interesse“ und merkt zur Zielsetzung seines Kurses trocken an: „Unsere Website hat‘s ja auch nötig.“ Johanna will gerne Hintergründe kennenlernen und „mal sehen, wie eine Homepage aufgebaut wird“, aber auch „etwas weniger hilflos dem eigenen Computer gegenüber stehen“.

Lehrer Horstmann weiß derweil auch sehr gut, wo er mit seinem Unterricht steht: „Das ist ein sehr schönes Fach, das viele verschiedene Anwendungen bietet.“

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