Stolberg-Breinig - Besinnliches Adventskonzert in der Breiniger Pfarrkirche

Besinnliches Adventskonzert in der Breiniger Pfarrkirche

Von: Marie Luise Otten
Letzte Aktualisierung:
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Die Chöre und Instrumentalisten ließen in der Pfarrkirche St. Barbara ein Haydn-Konzert und viele Weihnachtsweisen erklingen. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Breinig. Zur guten Tradition geworden ist das Adventskonzert in Breinig, das zwei Wochen vor Weihnachten stattfindet und viele Besucher in die Pfarrkirche St. Barbara lockt.

Die Kirche war bestens gefüllt, agierten hier doch ausschließlich einheimische Kräfte und boten ein abwechslungsreiches und besinnliches Spektrum adventlicher und weihnachtlicher Chor- und Instrumentalmusik. Neben der Musikalischen Gesellschaft Breinig wirkten der Kirchenchor St. Barbara Breinig, der Kleine Chor Breinig-Schevenhütte und einige Solisten an Orgel und Violine mit. Die Gesamtleitung lag in den bewährten Händen von Franz Körfer.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Lühring wies dieser auf das Friedenslicht hin, das von Bethlehem über Aachen nach Breinig geholt worden war und als Zeichen des Friedens alle Menschen verbindet, die guten Willens sind, so wie es auch in dem Konzert zum Ausdruck kam.

Den musikalischen Auftakt machte das Orchester unter Leitung von Dieter Beissel mit dem temporeichen „Konzert Nr. 2 in C“ von Joseph Haydn für Orgel, Streicher, zwei Trompeten und Pauken. Franz Körfer betätigte sich hier als Solist auf der Orgel und spielte das in drei Sätzen feierlich angelegte Werk spannend und virtuos zugleich.

In zwei Sätzen aus dem Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli waren Jens Beissel und Jo Schulte die Solisten. Das Konzertieren zwischen den zwei Solo-Violinen und dem gesamten Orchester war ausgewogen und zeigte in der wundervollen Pastorale, dass Weihnachten vor der Tür steht.

Romantische Musik gab es mit der Messe „Salve Regina“ von Johann Gustav Eduard Stehle. Günter Jansen spielte nun die Orgel und das souverän mit den Streichern, Pauken und Trompeten.

Ein weiterer Block war Franz Surges gewidmet. Dieser studierte mit Franz Körfer Kirchenmusik in Aachen und wirkte viele Jahre in Eschweiler. Leider starb er viel zu früh an den Folgen eines Herzinfarkts mit 56 Jahren. In Gedenken an ihn sangen die Chöre mit großer Freude zwei seiner A-cappella-Chorsätze, wofür sie viel Beifall erhielten. Und auch Dieter Beissel wusste mit Surges „Quasi una Pastorale“ für Streichorchester einen weiteren Glanzpunkt zu setzen.

Eine neue Konstellation mit Sopran- und Altstimmen sang Josef Rheinbergers „Puer natus in Bethlehem“, und das sehr feinsinnig und ausdrucksstark. Sehr zu Herzen ging das anrührende „Weihnachtswiegenlied“ von John Rutter für gemischten Chor, Streicher und Orgel.

Die beiden Chöre im Verbund singen zu lassen, war eine gute Wahl.Denn dieser Klang begeisterte und deckte eine große Bandbreite vorweihnachtlicher Stimmungen ab. Eher unbekannt war das „Pastores loquebantur“ vom tschechischen Komponisten Franz Xaver Brixi, aber nicht minder wirkungsvoll. In Böhmen, aber auch in anderen Ländern Europas gehörten seine Werke in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert zu den meist gespielten Kompositionen.

Für Begeisterung sorgte auch Martin Schikarski, 13-jähriger Orgelschüler von Ralf Leinen aus Brand, der die Zuhörer bei jeweils zwei Strophen von Bachs Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und Händels Adventslied „Tochter Zion“ an der Orgel begleitete und von seiner Seite ebenfalls ein bisschen Freude in die Herzen brachte.

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