Stolberg - Bescherung nach der Weihnachtsbaumaktion: Kinderaugen leuchten vor Freude

Bescherung nach der Weihnachtsbaumaktion: Kinderaugen leuchten vor Freude

Von: Laura Laermann
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Nach der Bescherung: Eda-su, Alireza und Yasmin aus Gruppe C haben an ihren Geschenken zu tragen. Das Finale der Weihnachtsbaumaktion macht immer wieder viele Kinder glücklich. Foto: L. Laermann
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Der Weihnachtsmann hatte bei der Bescherung eine lange Liste von Kindern, die er beschenken sollte, abzuarbeiten. Foto: L. Laermann

Stolberg. „Weiiihnachtsmaaann“, schallen Kinderstimmen durch den Raum. Stille. Und nochmal, aber diesmal lauter: „Weiiihnachtsmaaann.“ Und tatsächlich: Eine Türe öffnet sich, und der Weihnachtsmann stiefelt heraus. Ähm, nun gut, heute ist er wohl in Turnschuhen unterwegs, aber das ist den Kindern egal.

Sie empfangen den dicken Mann mit dem roten Mantel und dem langen weißen Bart mit tosendem Applaus. Denn der hat an diesem Morgen viele Überraschungen für seine kleinen Fans dabei.

Zum achten Mal besucht der Weihnachtsmann nun das Sozialkaufhaus der Wabe e.v. in Stolberg. Es ist sozusagen das Finale der alljährlichen Weihnachtsbaumaktion. Kinder aus Kitas und Grundschulen dürfen dabei einen Wunsch auf eine Karte schreiben, die dann Platz an einem großen Weihnachtsbaum in der Einrichtung findet. Die Stolberger haben dann zwei Wochen lang die Möglichkeit, die Wünsche zu erfüllen und ein Geschenk zu besorgen. Wer nur wenig Zeit hat, kann auch eine Spende abgeben.

Jedes Jahr darf ein anderer Kindergarten oder eine andere Grundschule bei der Aktion mitmachen. Bei der Auswahl wird darauf geachtet, dass die Einrichtung von Kindern besucht wird, deren Familien nur wenig Geld zu Verfügung steht. In diesem Jahr bekommt jedes Kind der Kindertagesstätten Liester und Mozartstraße sowie der Grundschule Hermannstraße ein Geschenk. Insgesamt nehmen 200 Kinder, darunter auch 50 Kinder von Wabe-Mitarbeitern, teil.

Schon lange haben sie sich alle auf diesen Tag gefreut. Jetzt beobachten sie gespannt den Weihnachtsmann dabei, wie er sein großes goldenes Buch auspackt. Schnell wirft er einen Blick hinein und schon geht es los: Laut ruft er jeden einzelnen Namen der Kinder auf, die nacheinander ihre Geschenke beim Weihnachtsmann abholen dürfen.

Etwas anders ist die Regelung für die Schüler der Hermannschule: So bekommt nicht jedes Kind ein eigenes Geschenk, sondern jede Projektgruppe mehrere Päckchen für alle zusammen. Das stellt die Gruppe C vor eine große Herausforderung. Denn die Kinder bekommen nicht nur einige Pakete, sondern auch einen riesigen blauen Sitzsack. Da staunen die Kinderaugen nicht schlecht.

Schritt zurück ins Arbeitsleben

Doch nicht alle Geschenke sind so außergewöhnlich. Die meisten Kinder haben sich Spielzeug in jeglichen Varianten gewünscht: Von Autos, Puppen, Playmobil bis zu Brettspielen ist alles dabei. Einzige Bedingung war, dass der Wert von 20 Euro nicht überschritten wird. Denn in erster Linie geht es darum, dass kein Kind an Weihnachten leer ausgehen muss.

Damit dies reibungslos gelingt, unterstützt auch die Stadt die Aktion sowohl auf logistische Weise als auch mit einer Spende. „Die Wabe leistet sehr wichtige Arbeit für die soziale Integration in Stolberg“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier, der sich sowohl bei den Kindern, aber vor allem bei der Wabe und seinen Mitarbeitern bedankt.

Denn nicht nur für die Kleinen ist die Weihnachtsbaumaktion ein großer Tag. „Für die Wabe-Mitarbeiter ist die Feier eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben“, erklärt Alois Poquett, erster Vorsitzender der Wabe. Denn das Diakonische Netzwerk gibt Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit die Möglichkeit, sich in Projekten zu beschäftigen und damit einen ersten Schritt zurück ins Arbeitsleben zu setzen. Bei der Weihnachtsaktion haben die über 100 Mitarbeiter, die auch an diesem Morgen fast alle vor Ort sind, die Organisation übernommen.

Und die ist gelungen: Es gibt nicht nur reichlich Kaffee, Tee und andere Getränke, die weihnachtlich geschmückten Tische sind zudem mit viel Kuchen und Plätzchen eingedeckt. Außerdem haben auch die Schüler Gedichte und Lieder vorbereitet, die sie dem Weihnachtsmann vortragen. Als der dann alle Namen vorgelesen hat und jeder ein Geschenk vor der Nase hat, ist es endlich so weit. Yasmin von der Hermannschule bringt auf den Punkt, was vermutlich vielen Kindern durch den Kopf geht: „Ich freue mich aufs Auspacken“, bringt es Yasmin von der Hermannschule auf den Punkt. Na dann mal los.

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