Berufskolleg Stolberg: Auslandspraktikum gehört zur Ausbildung

Von: Christoph Hahn
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Stolberg. Sie waren in Schweden, in der Türkei, in Großbritannien, Spanien und anderen Ländern: Schüler des Berufskollegs Stolberg am Obersteinfeld haben sich im Zuge ihrer Auslandspraktika in vielen Länder Europas umgesehen – Ehrensache, den das Kolleg ist ja schließlich eine Europaschule und als solche offiziell anerkannt.

Wie es den angehenden Industriekaufleuten, Sozialpädagogen, Tischlern und anderen jungen Leuten im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, insgesamt rund 20 an der Zahl, bei den Praktika abseits der „Komfortzone Stolberg“ (so Koordinatorin Birgitta Hillemacher) ergangen ist, berichteten sie bei einer Präsentation im Forum des Berufskollegs.

Schon Tradition

Zusammen mit Birgit Lahaye und Sabine van Nek, ihren Kolleginnen im Lehr- und Koordinatorenamt, führte Birgitta Hillemacher durch den Nachmittag und leitete ihn auch ein. Sabine van Nek kleidete zudem indirekt die Zielrichtung der Auslandspraktika, die in Stolberg inzwischen zur schulischen Tradition gehören, in Worte: „Europa ist in aller Munde – und das nicht nur positiv.“

Ganz und gar nicht negativ waren hingegen die Erfahrungen der Praktikanten, die ihre Arbeitsstellen entweder durch eigene Kontakte oder durch Vermittlung ihrer Lehrer aufgetan haben. Julia Blasczyk zum Beispiel verschlug es nach Finnland und dort zu einem Hersteller von gesundheitsfördernden Stühlen und Tischen. Ihr ironischer Kommentar nach einigen Wochen in einem fernab von jeder Großstadt gelegenen Ort: „In Finnland braucht man sich nicht die Hoffnung zu machen, dass man da groß shoppen gehen kann.“

Lisa Jakobs wiederum landete in einer Vorstadt von Paris und bilanzierte praxisnah: „Das Leben in Paris und Umgebung ist nicht so teuer wie ich es mir vorgestellt hatte.“

Für Silke Müller und Julia Stockem brachte ihr Praktikum nahe der mittelenglischen Stadt Birmingham mancherlei Nutzen über den Tag hinaus: Sie zählten unter anderem einen Zuwachs an Selbstbewusstsein und bessere Sprachkenntnisse sowie die Begegnung mit anderen Kulturen als Plus auf.

Kristina Reul, die als angehende Industriekauffrau in das nordöstlich von Birmingham gelegene Halifax angereist war, fühlte sich als Mitarbeiterin auf Zeit beim Fremdenverkehrsamt „als Teammitglied voll integriert“ und sagte sich im Rückblick: „Jederzeit wieder!“ Eine Aussage, die stellvertretend für die Erlebnisse der anderen Auslandspraktikanten stand.

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