Berufsbegleitend Chemietechniker werden

Von: Christoph Hahn
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Aufmerksame Zuhörer: Neben Mitschülern sind auch Vertreter von Unternehmern im Stolberger Berufskolleg um sich über die Projektarbeiten der angehenden Chemietechniker zu informieren. Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Monatelang haben sie mit Bunsenbrenner, Reagenzglas und Erlenmeyerkolben hantiert, herausgefunden, wie der Mensch Kaugummis aromatisch macht und das Ganze noch mit dem ganz speziellen Frischegefühl würzt, Untersuchungen im Bereich der Reaktorsicherheit verbessert oder mit Spezialpapier den Säuregehalt von Substanzen überprüft.

Diese und noch manche andere Themen haben 15 angehende Chemietechniker, die ihre berufsbegleitende Ausbildung am Berufskolleg Stolberg absolvieren, im Rahmen ihrer Projektarbeiten untersucht. Was sie dabei herausgefunden haben – und zwar in den Betrieben und Instituten, in denen sie während ihrer Weiterbildung sowieso arbeiten –, stellten ausgewählte Referenten im Rahmen einer Präsentation am Samstagmorgen vor.

Das Foyer des Kollegs am Obersteinfeld war voll besetzt, als Claus von Teuber, Leiter der Abteilung „Naturwissenschaften und Technik“ des Berufskollegs am Standort Stolberg, die Projektarbeiten in den schulischen Alltag bei der vierjährigen Ausbildung zum Chemietechniker einordnete. „Die Projektarbeit ist durch eine verstärkte Auseinandersetzung des Lernenden mit der realen Berufssituation ausgezeichnet“, erklärte von Teuber unter Hinweis auf die Richtlinien. Denn auch das macht die Arbeiten der Schüler aus: Sie sind immer auch an der Wirklichkeit der Betriebe ausgerichtet, egal ob in den Laboren im Schulgebäude oder in der Firma.

Schulleiterin Ingrid Wagner sparte nicht mit Lob: „Die Präsentationen sind für mich das Highlight“, denn sie machten „die Qualität der hier geleisteten Arbeit“ sichtbar. Können und menschliche Reife seien hier gefragt, nicht nur Fachwissen sondern auch „Sozial- und Humankompetenzen“.

Nicht die Autoritäten des Schulalltags haben die Feierstunde beherrscht – es waren die Schüler, die das Geschehen prägten. Bis hin zur Pressemappe hatten sie das gesamte Konzept ausgetüftelt und für die Umsetzung gesorgt. Charmant übernahmen Sheila Moli und Lena Kaif die Moderation und stellten die drei Referenten-Duos ihren aufmerksamen Zuhörern vor.

Alle Arbeiten, nicht nur die, die bei der Präsentation vorgestellt wurden, waren im Foyer ausgestellt. Abschließend machten sich die Gäste, neben Mitschülern auch Vertreter von Unternehmen, mit den einzelnen Werken vertraut. Ein besonderes Dankeschön galt den Lehrerinnen der angehenden Chemietechniker Dr. Regina Beißmann und Ellen Kutsch.

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