Bernd Müller und seine Band „Kniekehlchen“ sind gefragt

Bernd Müller und seine Band „Kniekehlchen“ sind gefragt

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Bernd Müller und seine Band „Kniekehlchen“ sind durchaus gefragt und haben bereits Anfragen für das kommende Jahr.

Stolberg. Im Ortsteil Münsterbusch sind der zentrale Mittelpunkt der Gemeinde die Kirche und das Pfarrheim. In der Kirche Herz Jesu finden wöchentlich Messfeiern und vierzehntägig samstags Wortgottesdienste statt. Daneben gibt es Gruppen, die andere Formen von Gottesdiensten wie Gebetsstunden, Karnevals- und Mundartmessen gestalten.

Im Pfarrheim finden zahlreiche Angebote der KAB, der Seniorenstube, Schützen, KFD, Messdiener, Sternsinger, Pfadfinder, des Gemeinderats und der Caritas statt. Veränderungen betreffen nicht nur Gesellschaft und Politik, sondern auch die Kirche und das Leben in ihr. So hat die Gemeinde Herz Jesu vor ein paar Jahren ihre Selbstständigkeit verloren und ist in der Großpfarre St. Lucia aufgegangen.

Obwohl in vielen Bereichen eine Zusammenarbeit innerhalb der Pfarre St. Lucia stattfindet, möchten sich die Menschen in Münsterbusch noch ein Stück Eigenständigkeit bewahren. Eine Vielzahl von ehrenamtlich Tätigen hat hier Aufgaben übernommen, um die Menschen vor Ort mitzunehmen und sie durch das Leben zu begleiten.

Zu ihnen gehören die „Kniekehlchen“, eine Band, bestehend aus Ferdi Evertz (Gitarre), Bernd Müller (Gitarre, Gesang), Uli Nobel (Banjo), Thomas Roufs (Ukulele) und Guido Feiertag (Keyboard). Bernd Müller erzählt im Interview mit unserer Mitarbeiterin Marie-Luise Otten, wie sich die Kniekehlchen kennengelernt haben, was ihre Motivation ist und warum sie sich für die Gemeinschaft stark machen und sie mit ihrer Musik erfreuen:

 

Seit wann gibt es die „Kniekehlchen“?

Müller: Seit circa zehn Jahren. Allerdings hießen wir zuerst „Herz-Jesu-Bänd“.

Wie kam es dazu?

Müller: Das ging über verschiedene Linien: Ferdi, Uli und ich kennen uns schon seit den alten Pfadfindertagen der 1970er Jahre. Mit Uli habe ich dann 2001 anlässlich eines runden Geburtstages im Rolandshaus einen irischen Abend gespielt. Das hat den damaligen Wirtsleuten so gut gefallen, dass wir innerhalb der nächsten fünf Jahren noch dreimal hier aufgetreten sind. Bei einem dieser Auftritte sind wir dann wieder auf Ferdi gestoßen, der auf der Suche nach ein paar Musikanten war, die mit ihm mal in der Herz Jesu Kirche spielen.

Was waren das für Anlässe in der Kirche?

Müller: Mit einem großen Firmgottesdienst fing es an, wo wir die jungen Leute bei den neuen geistlichen Liedern begleiten durften. Ferdi kündigte uns spontan als die „Heart of Jesus-Band“ an. Und bei dem Namen „Herz-Jesu-Bänd“ blieb es vorerst, denn es folgten weitere Jugendgottesdienste und Pfarrfeste, die wir musikalisch untermalten.

Wie kam es, dass Sie privat bei Ihnen zu Hause proben? Und wie oft?

Müller: Als das Rolandshaus zumachte, war für uns klar, dass wir zusammen weiter musizieren wollten. Denn mittlerweile hatten wir Thomas Roufs und Guido Feiertag kennen- und schätzen gelernt, denen das gemeinsame Musizieren mit uns gefiel. Meine Frau schlug dann unser großes Wohnzimmer zum Probenraum vor. Wir treffen uns ein- bis zweimal im Monat hier und musizieren gemeinsam aus einem großen Liederordner, der im Laufe der Jahre immer weiter anwächst. Vor Auftritten proben wir dann gezielt noch an gesonderten Terminen. Dass jeder zu Hause seine Stimme probt, ist selbstverständlich. Es geht meist nur um das Zusammenspiel.

Welches Ziel verfolgen Sie? Was ist Ihnen wichtig?

Müller: Unsere Motivation ist einzig und allein Spaß und Freude am Gesang und Musizieren, und dies alles ehrenamtlich. Unser Hobby soll Andere anstecken. Deswegen ist uns wichtig, dass wir auch mit den Menschen gemeinsam singen.

Wie sieht es mit Notenkenntnissen aus? Oder reicht allein das Gehör?

Müller: Die meisten können Noten lesen und spielen danach oder notieren sich die Gitarrenakkorde über die Texte der gesungenen Lieder. Aber es gibt auch einen Musiker, der nur nach Gehör spielt, und das sehr gut.

Also, Sie brauchen gedruckte Noten?

Müller: Ja, wir sind eine Band mit Noten und Gitarrenakkorden. Neben altbekannten Liedern wollen wir auch manchmal musikalisch Neues einbringen und die Menschen dabei mitnehmen. Wichtig ist uns, dass die Musik zum Inhalt der speziellen Anlässe passt.

Wie kommen Sie an Ihre Auftritte?

Müller: Wie gesagt, den 1. Auftritt hat uns Ferdi Evertz vermittelt. Andere hören uns und verpflichten uns für ihre geselligen Nachmittage. Mund zu Mund Propaganda ist die beste Werbung.

Welcher Art sind diese Auftritte?

Müller: Neben den kirchlichen Aktionen haben wir bei bunten Nachmittagen im Seniorenzentrum oder im Münsterbuscher Pfarrheim gespielt, bei einem Neujahrsempfang, dem Vichter-Mundartnachmittag oder beim Ehrenamt-Abend der Stadt Stolberg.

Wie kam es zum neuen Namen „Kniekehlchen“?

Müller: Jeder unserer Mitglieder hat seine Vorlieben, die wir berücksichtigen wollen. Der eine schwärmt für religiöse Lieder, der andere für Seemannslieder und Mundartstücke, der nächste für die Bläck Fööss oder Heimatlieder, und wieder ein anderer für Popsongs und Klassiker. Da sich unser Repertoire allmählich um weltliche Lieder erweiterte, passte der Name Herz-Jesu-Bänd nicht mehr. Guido Feiertag formulierte dann den Namen „Kniekehlchen“, weil wir uns in kurzen Hosen am wohlsten fühlen und weil „Kehle“ so gut zu uns passt.

Wie sieht das Programm für 2018 aus?

Müller: Wir gestalten am 7. Januar 2018 den Klostersonntag der Franziskaner in Vossenack mit religiösen Liedern zum Teil auf Stolberger Platt. In der Messfeier um 11 Uhr begleiten wir den Gesang der Gemeinde. Anschließend besteht bei einer guten Klostersuppe Gelegenheit zum Beisammensein und Austausch. Am 24. Februar 2018 gibt es einen „Dankeabend“ für die Ehrenamtler im Pfarrheim Münsterbusch und am 5. Dezember 2018 den Ehrenamtsabend der Stadt Stolberg im Jugendheim in Münsterbusch. Weitere Anfragen liegen uns vor, doch wir wollen noch abwägen, ob wir diese erfüllen können oder nicht. Berufliche Verpflichtungen und familiäre Ereignisse gilt es dabei zu berücksichtigen.

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