Bereit für das Jod: Stolberg stellt Notfallplanung vor

Von: -jül-
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Stolberg. Noch während Stolbergs Feuerwehrchef Andreas Dovern am Dienstag im Stadtrat über den Stand der Notfallplanung referierte, fiel in Düsseldorf die Entscheidung.

Das Innenministerium stimmte dem regionalen in der Städteregion entwickelten Katastrophenschutz-Konzept zu. Das sieht unter anderem eine Vorverteilung und Verteilung von Jodtabletten im Ereignisfall – sprich eine atomare Katastrophe im Reaktor Tihange – vor. Arzneimittelrechtliche Fragen waren zuletzt noch zu klären.

Nach der grundsätzlichen Zustimmung durch das Land kann es jetzt an die Details gehen, berichtete der Stolberger Leiter des Amtes für Brandschutz. Mit den Verbänden der Apotheken und den medizinischen Logistikunternehmen sei die Verteilung bereits vorbesprochen worden. Nun gehe es darum, mit den Vertretern vor Ort eine pragmatische Lösung zur Vorverteilung zu realisieren. Sie soll voraussichtlich über einen Drei-Monate-Zeitraum im Laufe diesen Jahres erfolgen.

Laut Stadt Aachen solle jeder Bezugsberechtigte sechs Jodtabletten erhalten, die fünf Jahre lang haltbar sind. Sie sollen bei einem atomaren Ernstfall gegen Schilddrüsenkrebs helfen.

Je nach Schwere des Ernstfalls, so Dovern auf Nachfrage der Linken, sei die Feuerwehr in der Städteregion in der Lage mit ihrer Ausrüstung atomare, biologische und chemische Schadstoffe zu erkunden. Das Land halte Dekontaminations-Einrichtungen vor. Bei größeren Schadensereignissen sei man aber auf die Logistik der Bundeswehr angewiesen.

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