Benefizradler treten kräftig in die Pedale: 3600 Euro gespendet

Von: Dirk Müller
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Die „Benefizradler“ Monika (Mitte) und Philipp Reis (5. v. r.) treten für die Petö-Einrichtung des Vereins Fortschritt in die Pedale. Foto: D. Müller

Stolberg. Im Mai 2013 hat der Verein Fortschritt Städteregion Aachen an der Steinfeldstraße 4 eine eigene Einrichtung zur konduktiven Förderung von zerebral geschädigten Kindern und Jugendlichen nach Prof. András Petö eröffnet – das einzige Angebot mit diesem ganzheitlichen Anspruch in unserer Region.

In der 145 Quadratmeter großen Einrichtung finden jede Woche regelmäßig Förderstunden in Einzel- und Gruppentherapien statt und zweimal jährlich bietet Fortschritt Förderwochen im Block an wie in den kommenden Herbstferien. Für den Verein und vor allem für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsenen eine Erfolgsgeschichte.

„Dass wir dies alles ermöglichen können, ist ein Erfolg, an dem viele Menschen beteiligt sind“, betont Prof. Dr. Richard Brosse, Vorsitzender von Fortschritt. Die Liste der Unterstützer und Spender, die sich für die Petö-Einrichtung einsetzen, sei lang. „Privatpersonen, mittelständische Betriebe, Vereine und große Unternehmen engagieren sich für Fortschritt und damit für die konduktive Förderung von Kindern und Jugendlichen.“ Jüngstes Paradebeispiel sind die Eschweiler „Benefizradler“ Monika und Philipp Reis.

Das Paar verbringt seine Urlaube am liebsten im Fahrradsattel. „Wir sind schneller als zu Fuß, aber langsamer als mit dem Auto. Wir riechen das Land, erfahren buchstäblich die Natur und lernen viele interessante Menschen kennen“, sagt Philipp Reis. Aus dieser Passion und dem Gedanken, etwas geben zu wollen, heraus entstand das „Benefizradeln“ mit dem Ziel, die gefahrenen Kilometer in Euro umzumünzen und an soziale Einrichtungen weiterzugeben, die auf Spenden angewiesen sind.

Ihre Radreisen haben Monika und Philipp Reis in viele Länder des europäischen Kontinents geführt, sie radelten unter anderem in Portugal und Spanien, Italien und Skandinavien. Aber auch in Neuseeland, Island und Großbritannien waren sie schon unterwegs. Jedes Jahr unterstützen die „Benefizradler“ eine andere soziale Einrichtung und machen sie bekannt. Um die geradelten Kilometer in Euro umzuwandeln, spendet das Ehepaar selbst, sammelt Geld im Familien- und Freundeskreis sowie auf den Reisen und wird etwa von der RWE-Mitarbeiter-Aktion „Companius“ unterstützt.

Die Reis‘ haben sich entschieden, in diesem Jahr für die Petö-Einrichtung in die Pedale zu treten, weil „bei der konduktiven Förderung nicht die Behinderung eines Menschen, sondern seine Persönlichkeit im Mittelpunkt steht“, sagt Monika Reis. „Unter dem Motto ,so viel Hilfe wie nötig, aber so wenig wie möglich‘ wird die Fähigkeit zur selbstständigen Lebensführung angestrebt.“ 2000 Kilometer wollen die „Benefizradler“ für den Verein Fortschritt in diesem Jahr noch zurücklegen. Doch sie waren in 2015 schon unterwegs, etwa auf der „Route des Grandes Alpes“ entlang der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz.

So konnten sie schon 3600 Euro an die Petö-Einrichtung in Stolberg übergeben. Eine willkommene Spende, denn „für die konduktive Förderwochen benötigen wir Mittel im fünfstelligen Bereich“, erklärt Brigitte Vlaovic, stellvertretende Vorsitzende vom Verein Fortschritt. „Acht speziell ausgebildete Konduktoren werden aus Ungarn eingeflogen und müssen hier untergebracht werden, die täglichen Mahlzeiten für die Kinder, Jugendlichen und Therapeuten finanziert werden.“

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