Stolberg - Benachteiligten Jugendlichen eine Perspektive geben

Benachteiligten Jugendlichen eine Perspektive geben

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Die Jugendberufshilfe bestätigte den Vorstand: Martin Künzer, Manfred Hansen, Holger Vanicek und Rosita Przybilski (v.l.). Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Manfred Hansen bleibt Vorsitzender der Stolberger „Jugendberufshilfe“. Der 62-jährige Gesamtschullehrer konnte alle Stimmen auf sich vereinigen. Ebenso einstimmig lief das Votum für die übrigen Vorstandsmitglieder Holger Vanicek, Barbara Fuchs, Martin Künzer und Rosita Przybilski ab.

Neben Vorstandswahlen kennzeichneten Berichte die Jahreshauptversammlung des Trägervereines Jugendberufshilfe, der am Standort der ehemaligen Friedhofsgärtnerei an der Bergstraße eine Jugendwerkstatt unterhält und sich darüber hinausgehend um Förderunterricht, künstlerische und kreative Bildung sowie das Beratungsangebot „Jugend in Arbeit plus“ kümmert. Die Berichterstattung hatte Gertrud Smets, die Leiterin der Jugendwerkstatt übernommen. Zur Zielgruppe gehören laut Smets Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren, die erhebliche Benachteiligungen aufweisen, indem sie von einem eingeschränkten Leistungsvermögen und unzureichender Schulbildung gekennzeichnet sind sowie keine klaren Zielvorstellungen besitzen, die ihre beruflichen und persönlichen Belange betreffen.

Demnach wurden im vergangenen Jahr in der Jugendwerkstatt 47 Jugendliche betreut, denen handwerkliche Fertigkeiten im Bereich Textil, Holz und Garten vermittelt wurden. Sie fertigten Spielgeräte und Infowänden aus Holz für das Rathaus und Sitzgelegenheiten für den Weihnachtsmarkt. Ferner stellten sie in der Textilwerkstatt Kleidungsstücke, Taschen und Dekorationsartikel her. Zu den Aufgaben der Gartenwerkstatt, die von Renate Clemens-Symanzik geleitet wird, gehört auch das Kochen der Mittagsverpflegung mit eigenen Rezepten, Ideen und Wünsche. Den künstlerischen Bildungsbereich hat Katja Knospe übernommen. Sie informierte die Gäste über die Projekte Streetfotografie, Verlegung von Stolpersteinen im Steinweg und Ausstellungen, die der jüdischen Geschichte Stolbergs sowie der eigenen fotografischen Kreativität gewidmet waren.

Ein eigenständiger Aufgabenbereich des Vereines Jugendberufshilfe ist das Projekt Jugend in Arbeit, das ebenfalls von Knospe geleitet wird. Laut Knospe wurden im vergangenen Jahr 65 Jugendliche betreut, die einerseits vom Jobcenter andererseits von der Agentur für Arbeit zugewiesen wurden. Ein Projekt, das von Erfolg gekennzeichnet ist. Denn immerhin gelang es dem Trägerverein, dass 27 Jugendliche dauerhaft oder vorübergehend eine berufliche Anstellung fanden. Ein wenig Sorgen bereitet dem Verein der seit 2006 von Sabine Giesker geleitete Förderunterricht. Weil die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds nicht mehr fließen, musste das Projekt zuletzt eingestellt werden. In die Breche gesprungen ist das Stolberger Jugendamt. Somit konnte an der Bergstraße ein Drittel der Unterrichtszeit spontan aufgefangen werden.

„Mit Beginn des Jahres 2016 konnten wir Dank der Unterstützung des Aachener Bistums, das Mittel aus dem Sozialfonds bereitstellte, das Unterrichtsangebot um weitere sechs Stunden verbessern“, so Smets.

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