Stolberg - Bekommt Stolberg einen Feierabendmarkt?

Bekommt Stolberg einen Feierabendmarkt?

Von: -jül-
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Können Berufstätige bald auch nach Feierabend über den Markt schlendern? Der Hauptausschuss berät einen entsprechenden SPD-Antrag. Foto: Jürgen Lange

Stolberg. Wie wäre es denn einmal mit einem Feierabendmarkt? Zwischen 17 und 20 Uhr könnte man eine neue und größere Kundschaft gewinnen, als derzeit vor allem der Wochenmarkt samstags vormittags auf dem Kaiserplatz anlockt. Über diesen Vorschlag der SPD befindet am Dienstag der Hauptausschuss. Die Verwaltung soll prüfen, wie die Stolberger Wochenmärkte auch für Berufstätige attraktiver werden können.

Dabei sollen die Standzeiten unter die Lupe genommen werden. Was bei diversen „After Work“-Initiativen funktioniert, könnte ein erfolgversprechendes Modell für Wochenmärkte sein, das der Kupferstadt sogar ein Alleinstellungsmerkmal in der Region bescheren würde.

„Die bisher üblichen Marktzeiten von 7 bis 13 Uhr schließen Vollzeitberufstätige und vor allem Berufspendler weitgehend aus vom Besuch eines Wochenmarktes“, argumentiert Patrick Haas. Samstags würden Berufstätige oft in so vielfacher Weise beansprucht, dass ein Besuch auf dem Markt entfalle; zudem stagniere in Stolberg ein geringes Angebot. Metzgereien sowie Bäcker schließen um 18.30 Uhr und Supermärkte seien abends „nur noch unzureichend bestückt“, so Haas.

Größere Kundschaft erreichen und die Innenstadt beleben

„Mit einem Wochenmarkt zum Feierabend wird eine größere Kundschaft erreicht und somit eine nachhaltige Stärkung des Wochenmarktes erzielt“, sagt der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. Die bisherige Hauptzielgruppe des Wochenmarktes mit Rentnern und Hausfrauen würde aufgrund demografischer Strukturveränderungen kleiner. Aber zwischen 17 und 20 Uhr könne man zusätzlich für einen stressfreien Einkauf regionaler Produkte Pendler und Berufstätige als Kunden erreichen.

Außerdem würde ein funktionierender Feierabendmarkt zur Belebung der Innenstadt beitragen. Ihre neue und attraktive Gestaltung müsse auch mit neuem Leben gefüllt werden, so Haas weiter. Ein solcher Feierabendmarkt könne sich als regelmäßiger Treffpunkt für die Bevölkerung etablieren und damit einen Beitrag zur Belebung von Innenstadt und Gastronomie leisten.

„Bisher gibt es in den umliegenden Städten des Altkreises kein vergleichbares Angebot“, so Haas. Lediglich in Aachen werde in den Sommermonaten ein Feierabendmarkt hervorragend angenommen. Ein vergleichbares Angebot könne Kunden und Besucher in die Kupferstadt locken.

Um allerdings eine breite Akzeptanz für einen solchen Feierabendmarkt bei allen Beteiligten zu erreichen, sei es notwendig, Marktbeschicker ebenso wie Anwohner in die Planung mit einzubeziehen. Haas hat dabei zwei denkbare Lokalitäten vor Auge: neben dem Kaiserplatz den Grünstreifen entlang des Bastinsweihers. Nachgedacht werden müsse auch, ob eine ausreichende Infrastruktur vorhanden ist. Dazu zählt neben den technischen Anschlüssen für Beschicker ein ausreichendes Parkplatz-Kontingent für Besucher.

Außerdem „ist es ein wichtiger Faktor bei der Festlegung des Standortes, dass der Markt nicht ständig anderen Veranstaltungen weichen muss“, betont Haas mit Blick auf die Erfahren aus der Vergangenheit, als der Wochenmarkt zwischen Oberstolberger Markt sowie Kaiserplatz und selbst dort mehrfach den Standort wechseln musste.

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