Stolberg - Bekannte Hits mit individueller Note

Bekannte Hits mit individueller Note

Von: Andreas Röchter
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Gitarrist Hugh Featherstone (links) brillierte während des Konzerts in der Franziskuskirche. Sängerin Gerlinde Steigerwald gab den „Slow Night“-Interpretationen großartiger Songs von Musikgrößen wie Bob Dylan, Joni Mitchell oder Peter Gabriel eine individuelle Note. Foto: Andreas Röchter
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Gitarrist Hugh Featherstone (links) brillierte während des Konzerts in der Franziskuskirche. Sängerin Gerlinde Steigerwald gab den „Slow Night“-Interpretationen großartiger Songs von Musikgrößen wie Bob Dylan, Joni Mitchell oder Peter Gabriel eine individuelle Note. Foto: Andreas Röchter

Stolberg. Sich in beeindruckender Atmosphäre von großartiger Musik inspirieren lassen und dabei die Gelegenheit erhalten, Gutes zu tun: In diese Ausgangslage begaben sich am Freitagabend die erfreulich zahlreichen Besucher eines Konzerts in der Pfarrkirche St. Franziskus. Unter der Überschrift „Spiritual Sounds“ präsentierte die dreiköpfige Formation „Slow Night“ außergewöhnliche Interpretationen grandioser Songs von Musikgrößen wie Bob Dylan, Neil Young oder Joni Mitchell.

Dabei gelang es Sängerin Gerlinde Steigerwald, Gitarrist Hugh Featherstone und Keyboarder Ali Döhler nicht nur, den bekannten Hits eine vollkommen individuelle Note zu verleihen. Die drei Musiker nahmen ihr Publikum ganz im Sinne des Konzerttitels mit auf eine Reise, in der Gedanken, Klänge, Stimmen und Stimmungen zu einem ebenfalls individuellen spirituellen Erlebnis verschmolzen. Organisiert von den Verantwortlichen der „Fondation Peter P. J. Hodiamont“ erfüllte das von den Ehrenamtlern der Kirchengemeinde St. Franziskus ausgerichtete Konzert darüber hinaus einen wichtigen sozialen Zweck: Die von den Besuchern freiwillig gespendeten Einnahmen kommen der Stolberger Tafel sowie der ehrenamtlichen Arbeit innerhalb der Gemeinde zugute.

Mit viel Herzblut

Hildegard Nießen, Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Stolberg und Schirmherrin des Konzerts, hob in ihrer kurzen Begrüßungsansprache das Engagement innerhalb beider Organisationen, das für viele Bewohner der Kupferstadt unverzichtbar sei, hervor: „Die Mitstreiter der Stolberger Tafel engagieren sich mit viel Herzblut seit mehr als 20 Jahren in einer Institution, die für viele Menschen ein Rettungsanker bei der Beschaffung von Lebensmitteln ist.“ Die im „Förderkreis St. Franziskus“ aktiven Menschen legten ein Zeugnis einer „lebendigen Kirche“ ab und stellten mit ihrer Arbeit, bei der immer der Mensch im Vordergrund stehe, ein unabdingbares Bindeglied zwischen dem Klerus und den Gläubigen dar.

Absolut lebendig zeigte sich dann auch das Trio „Slow Night“, das mit dem Song „Long as i can see the light“ der legendären Band „Creedence Clearwater Revival“ das Konzert eröffnete. Zumindest behauptete Gitarrist Hugh Featherstone, es habe sich um diesen Hit gehandelt. „Wir spielen ihn aber ganz anders als es das Original vorgibt. Bei Slow Night´ handelt es sich nämlich nicht um eine Coverband. Wir legen großen Wert darauf, unsere Stücke individuell zu gestalten und auf unsere ganz spezielle Weise zu interpretieren“, erklärte der Instrumentalist. Und dieser Ankündigung ließen Gerlinde Steigerwald, Ali Döhler und Hugh Featherstone Taten folgen.

In nahezu vollkommener Dunkelheit, nur erhellt durch kurze Lichtblitze, verschmolzen die Musiker förmlich mit ihren Arrangements und beeindruckten die Zuhörer durch Hingabe und Gefühl. „Harvest Moon“ von Neil Young, der von Adele adaptierte Bob Dylan-Song „Make you feel my love“, Jackson Brownes „For a dancer“, Donovans „Catch the wind“ sowie das wunderschöne „Both Sides Now“ der unwiderstehlichen Joni Mitchell boten größtmöglichen Raum für einfallsreiche Variationen, die Gerlinde Steigerwald mit ihrer ausdrucksstarken Stimme eindrucksvoll zu Gehör brachte. Ebenso wie ihre Mitzuhörer zeigte sich Gisela Becker-Bonaventura als Vorsitzende der Stolberger Tafel begeistert von der Qualität der Musiker. Und dankte den Konzertbesuchern für ihr zahlreiches Erscheinen: „Die Tafel ist in den Herzen der Stolberger angekommen und verankert“, erklärte sie auch im Namen ihrer mehr als 100 Mitarbeiter im Alter von 17 bis 85 Jahren, die derzeit 750 Haushalte mit 1900 Menschen unterstützen.

Das letzte Wort hatten kurz darauf dann wieder die Musiker. „Slow Night“ mit Gerlinde Steigerwald, Hugh Featherstone und Ali Döhler präsentierten während ihrer Zugabe Billy Joels „Leningrad“ mit höchster Intensität und ernteten lautstarken Applaus für ihre „Spiritual Sounds“.

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