Städteregion - Bei wenig Tageslicht droht Depression

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Bei wenig Tageslicht droht Depression

Von: Ottmar Hansen
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Zu wenig Licht, das verstärkt bei manchen Menschen den Hang zur Depression. Foto: Imago

Städteregion. Der Winter ist in diesem Jahr besonders trist. So wenig Sonne wie in den ersten Wochen von 2013 gab es seit 70 Jahren nicht mehr. Das schlägt manchem aufs Gemüt. Im Februar setzte sich die trübe, sonnenscheinarme Witterung des ganzen Winters fort. Meist kam noch nicht einmal die Hälfte der üblichen Sonnenstunden zusammen.

In der Städteregion waren es im bisherigen Verlauf des Winters 128 Stunden, hat Wetterexperte Karl-Josef Linden registriert. In Kalterherberg waren es gerade einmal 77 Stunden. Das ist fast Rekord! Am sonnenscheinärmsten war es hier im Winter 1911/12 mit nur 74 Sonnenstunden. Bei so wenig Sonne fällt die gute Laune schwer.

„Die Zahl der Depressionen hat deutlich zugenommen“, berichtet der Stolberger Psychotherapeut, Hans-Walter Drücke. Vor allem für Menschen, die ohnehin schon an Depressionen litten, verstärke die Lichtarmut der vergangenen Wochen die Symptome, so Drücke. „Diesen Winter ist es besonders schlimm“, bekomme er dann von seinen Patienten zu hören.

Natürlich müsse man bei einer Depression jeden Einzelfall separat sehen. Seelische Konflikte wie ein Trauerfall oder körperliche Ursachen wie eine Schilddrüsenunterfunktion könnten jeweils eine Depression auslösen. Bei der „Winterdepression“ helfe oft eine spezielle Lichttherapie, bei der der Patient vor Reflektoren und Spiegel gesetzt werde. Am besten sei es allerdings, wenn man raus ans Tageslicht gehe. Drücke: „Und wenn es nur wenig ist.“ Künstliche Beleuchtung mit handelsüblichen Lichtquellen helfe nicht weiter. Auch Bewegung sei sehr wichtig. „Man darf sich nicht ins Schneckenhaus zurück ziehen, sonder muss seinen Körper und seine Hormone in Schwung bringen.“

Und der Winter ist noch lange nicht zu Ende. „Lassen Sie besser ihre Winterreifen aufgezogen“, empfiehlt Linden. An Gartenarbeit sei vor den Osterferien nicht zu denken.

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