Bei diesen Musikern passt einfach alles

Von: Hans-Leo Recker
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Sorgten für ungewöhnliche Töne im Rittersaal der Burg: Leroy Jones (rechts) und die „Echoes of Foto: H. Recker

Stolberg. Seltene ungewöhnliche Töne bei einem Abo-Konzert im Rittersaal der Burg Stolberg vernahmen dessen Besucher am Wochenende. Denn wo ansonsten Kammermusikalisches in verschiedener Ausprägung Standard ist, beherrschte diesmal der Jazz die Szene.

Trompeter Leroy Jones, Stargast aus New Orleans, und die Combo „Echoes of Nawlins” mit Musikern aus unserer Region, dem Bandleader Hans Peter Schüller (Piano, Gesang), Jan Doveren (Gitarre), Antoine Carpentier (Saxophon), Johannes Vos (Bass) sowie Gerd Breuer (Drums) sorgten dabei für zwei Stunden pures Jazzvergnügen der feinsten Art. Und dies nicht nur bei den vielen Zuhörern, auch für die Musiker war es ein Riesenspaß.

Grundlage war der traditionelle New Orleans Jazz, dem in den bekannten Titeln wie „Basin Street Blues”, „And What If I Don´t”, „When My Dreamboat Comes Home” und „New Orleans” ausgiebig gehuldigt wurde. Vor allem Leroy Jones wusste aus seinem Instrument den typischen Sound hervorzuzaubern, das Timbre seiner Stimme gekonnt einzusetzen und damit seine Mitstreiter zu starken mitreißenden solistischen Höchstleistungen zu führen. Der Trompeter aus den USA wurde so zum großen prägenden Gestalter dieses Konzertes.

Das zeigte sich auch im weiteren Programmverlauf, so etwa bei den Stücken mit lateinamerikanischem Charakter wie der Rumba „KT and Me” und der „Mardi Gras Mambo” und natürlich bei der Eigenkomposition „Carnivals In Town”, die musikalisch exzellent von allen gespielt wurden. Hier wie auch beispielsweise in den Titeln „Rugalator” und „Hello Josephine” oder in der populären Soul-Nummer „Mercy, Mercy, Mercy” wurde deutlich, dass „Echoes of Nawlins” und ihr hoher Gast perfekt harmonierten und so auch den traditionellen Stil mit Elementen aus Pop, Funk, Swing und Modern Jazz auffrischen konnten.

Blendend aufgelegt

Da fügten sich alle Chorus-Improvisationen der blendend aufgelegten Combo-Solisten Hans Peter Schüller am Piano, Jan Doveren mit seiner E-Gitarre und Antoine Carpentier auf dem Saxophon nahtlos ein. Und im Soul-Jazz-Titel „The Preacher”, dem Schlusstitel, setzte das Sextett noch einmal sein gesamtes spieltechnisches Vermögen souverän und virtuos ein. Den fetzigen rasanten Soli der Frontleute standen Drummer Gerd Breuer und Bassist Johannes Vos mit ihren brillanten Improvisationen in nichts nach.

Für den begeisterten Schlussapplaus bedankten sich Leroy Jones und die „Echoes of Nawlins” mit „All Over Now”, wobei sie alle noch einmal eine berauschende Vorstellung ihres Könnens boten.
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