Bei der Organisation wird´s dramatisch eng

Von: gro
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Die Stadtparty als Publikumsmagnet: Für die Organisation soll auch in Zukunft die Stadt verantwortlich sein. Foto: M. Grobusch

Stolberg. An den Zuständigkeiten für die großen Veranstaltungen in Stolberg will die Verwaltung nichts ändern. Zumindest vorerst soll die aktuell gültige Aufgabenverteilung beibehalten werden, auch wenn das für die Organisation zuständige Amt 80 in der Villa Lynen zwischenzeitlich einen erheblichen personellen Aderlass verkraften musste.

Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt spricht vor diesem Hintergrund von einem „sehr ambitionierten Projekt”, das in einer Erprobungsphase getestet werden soll. Diesen Vorschlag wird er Hauptausschuss und Rat am Dienstag unterbreiten.

In besagter Erprobungsphase wird sich zeigen, ob die beiden Großevents Weihnachtsmarkt und Stadtkirmes tatsächlich von dem einzig verbliebenen städtischen Mitarbeiter bewältigt werden können oder aber doch Einschränkungen vorgenommen werden müssen, um dem Spardiktat das Haushaltssicherungskonzeptes Rechnung tragen zu können.

Von einer Zusammenlegung von Stadtfest und Stadtkirmes. Er begründet dies nicht nur mit dem gerade erst unterzeichneten Vertrag, der die „Schaustellerdienste der Städteregion Aachen GmbH” mit der Organisation der Kirmes in Büsbach und der Innenstadt betraut hat. Vielmehr stellt er fest: „Die Schausteller lehnen eine solche Zusammenlegung strikt ab.”

So hält die Stadt also an „ihren” Veranstaltungen fest und geht dabei bewusst ein nicht unerhebliches Risiko ein, denn: „Die Problematik besteht in unvorhergesehenen Ausfällen des Mitarbeiters zum Beispiel durch Krankheit”, räumt Andreas Pickhardt ein und ergänzt: „Eine Vertretung ist in solchen Fällen nicht mehr zu gewährleisten. Das kann unter Umständen zum Ausfall von Veranstaltungen und zu möglichen Regressforderungen von Vertragspartnern führen.”

Jeweils 30.000 Euro sind für Stadtparty und Weihnachtsmarkt pro Jahr im städtischen Haushalt veranschlagt. Für das alle zwei Jahre stattfindende Kupfermeistertreffen sind es nochmals 10.000 Euro. Nach Angaben der Stadt werden diese Ausgaben vollständig durch Einnahmen gegenfinanziert.

Die Veranstaltungsreihe „Stolberg goes ...” steht auch in Zukunft in der Verantwortung der „Max Krieger Kulturmanagement GmbH”. Das gilt auch für das Stolberger Kulturprogramm, das Krieger im Auftrag der Stadt organisiert und für das er im Gegenzug ein Jahreshonorar von 40.000 Euro zuzüglich Umsatzsteuer erhält.

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