Stolberg/Aachen - Bei den „International Funeral Awards” zeigen Bestatter Branchentrends

Bei den „International Funeral Awards” zeigen Bestatter Branchentrends

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:

Stolberg/Aachen. Normalerweise kümmert sich ein Bestatter ja um alles, was mit dem (Lebens-)Ende zu tun hat. Nun ist Bernd Vogel ein Bestatter und deswegen mag seine Formulierung zunächst etwas ungewöhnlich anmuten. Vogel fragt nämlich: „Sind Sie bereit für die Zukunft?”

Denn die beginne auch und gerade auf dem letzten Weg. Das ist Vogels feste Überzeugung, und bei den „International Funeral Awards” im Aachener Lenné-Pavillon versucht er die Besucher zu überzeugen, dass er damit so falsch nicht liegt.

Urnenroller hat das „Richard Eggers Bestattungsinstitut” seine Neuentwicklung getauft, die erst seit zwei Monaten auf dem Markt ist. Bernd Vogel führt sie vor vom Zylinder bis zu den Füßen in pietätvolles Schwarz gekleidet.

Aber der Urnenroller ist nicht die einzige Neuigkeit, die es auf der von leisem Klavierspiel untermalten Bestattungsmesse zu entdecken gibt. Urnen aus Filz und Särge im Michael-Jackson- und Ferrari-Design markieren ebenfalls neue Trends. Um die zu präsentieren, wurde die Messe vor elf Jahren ins Leben gerufen. Mira Moos, Mitorganisatorin der Veranstaltung, sagt: „Und es geht uns auch einfach darum, die Hemmschwelle beim Thema Tod ein Stück weit zu senken.”

Elektrischer Roller

Bernd Vogel ist einer, der sich darauf ganz gut versteht. Mit dem Urnenroller fährt er hin und her und dreht sich ein bisschen auf der Stelle. Die Wendigkeit des Vehikels möchte er damit veranschaulichen. „Auch engste Friedhofswege sind damit keine Problem”, wirbt Vogel. Zudem verhindere der elektrische Roller auch, dass die Trauergesellschaft durch die Abgase eines vor ihnen fahrenden Bestattungswagens laufen muss. „Geräuschlos und emissionsfrei”, preist Vogel weitere Vorteile des Urnenrollers an. Für Strom im Wert von einem Euro schaffe es das Gefährt ganze 200 Kilometer weit.

Die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h wird auf dem Friedhof natürlich nicht ausgefahren. Der Urnenroller bewegt sich während des Einsatzes in Schrittgeschwindigkeit.

Ob die Erfindung Chancen auf einen der begehrten „Funeral Awards” hat? Bestatter und Besucher waren dazu aufgefordert, über die besten Exponate zu entscheiden. Ihre Stimmen landeten - natürlich - in einer Wahlurne.
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