Bei den Ferienspielen sind 30 kleine Räuber unterwegs

Von: Saskia Zimmer
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Selbstgebautes Räubercamp: Darauf sind die 30 Nachwuchsräuber mächtig Foto: Saskia Zimmer

Stolberg. Bei den Ferienspielen der Stadt Stolberg sind gleich 30 Räuber im Gressenicher Wald unterwegs, um zu beweisen, dass sie einen guten Räuberhauptmann abgeben würden. Das Motto in diesem Jahr: „Abenteuerliche Streifzüge mit Robin Hood”.

Lady Marian sitzt im dunklen Verlies. Hoffnungsvoll wartet sie auf ihre Rettung. Sie wird kommen, und das gleich sieben Mal, mindestens.

Lady Marian, das ist heute Yannik. Der Elfjährige hat es sich auf dem Waldboden bequem gemacht und wartet auf die nächste Räubergruppe. Sieben todesmutige Hauptmänner machen sich auf den Weg zu ihm, schwingen sich über Burggräben, schleichen sich an gefährlichen Wächtern vorbei, balancieren über eine Hängebrücke und überwinden ein überdimensionsionales Spinnenetz.

Wenn sie das alles geschafft und Lady Marian aus dem Verlies befreit haben, dann haben sie die Räuberprüfung bestanden. Und wer will beim großen Abschlussfest mit Räuberbuffet am Freitag, zu dem auch die Eltern eingeladen sind, schon ohne Räuberdiplom dastehen...

Jeweils eine Woche lang treiben zwei Gruppen Nachwuchs-Räuber im Alter von acht bis zwölf Jahren ihr Unwesen rund um den Farmweg. Betreut werden sie von einem siebenköpfigen Team unter der Leitung von Ulrike Bergmann und Hannah Küffen vom Städtischen Jugendamt. Die erste Woche richtete sich dabei nun bereits im dritten Jahr auch an Kinder mit Behinderung.

Kraft und Köpfchen sind gefragt

Nachdem in den ersten Tagen alle Anstrengungen dem Basteln waschechter Kostüme gewidmet waren, steht heute die große Räuberprüfung auf dem Programm. Die Naturpädagogin Anke Bilder hat dazu einen anspruchsvollen Parcour zusammen mit den Kindern erstellt. Um diesen zu bestehen bedarf es nicht nur Kraft in den Armen und Zusammenhalt in der Gruppe - ohne Köpfchen kann Lady Marian nicht aus dem Verlies befreit werden.

Jannis bezieht als Wächter seine Stellung und jederzeit bereit die nahende Räubergruppe mit der Mission „Marians Befreiung” in die Flucht zu schlagen. Währenddessen bauen die restlichen Kinder weiter an ihren Hütten, knoten Seile, verzieren ihre Robin-Hood-Hüte liebevoll mit Federn oder basteln sich keine Ledersäckchen.

Christina hat ihres schon fertig gestellt, es hängt an einer Perlenschnur um ihre Hüften. Stolz öffnet sie es und holt einige Goldmünzen hervor. „Die haben wir gestern selbst gefälscht”, sagt sie und lacht.

An anderer Stelle zieht ein starker Räuber einen abgestorbenen Baum über den Waldboden. Seine Hütte muss noch ausgebessert werden. Welches Holz sie dafür benutzen dürfen, hat ihnen Anke Bilder erklärt.

Außerdem erhalten die kleinen Hauptmännern noch eine Einweisung darin, was der Räuber im Wald alles essen kann, um in der Natur zu überleben. Aber erst einmal muss Lady Marian befreit werden.
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