Stolberg - Bei brisanten Themen sind sie in ihrem Element

Bei brisanten Themen sind sie in ihrem Element

Von: Sandra Pavlic
Letzte Aktualisierung:
Recherchieren, schreiben, layo
Recherchieren, schreiben, layouten: Die Kogelshäuserschüler bei der redaktionellen Arbeit. Foto: S. Pavlic

Stolberg. Mobbing, ein altbekanntes, aber immer wieder aktuelles und brisantes Thema. Das haben sich auch die Schüler von der Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße gedacht und befassten sich nach intensiver Recherche und Materialsammlung in ihrer Schülerzeitung mit dieser ernsten Angelegenheit.

In drei Gruppen, einer AG für die Klassen 5 bis 7, einem Wahlpflichtbereich der Klassen 7 bis 9 und einem Team von sechs Freiwilligen die sich freitags nachmittags treffen, bastelte man circa ein halbes Jahr lang an dieser Ausgabe.

„Es bereitet mir sehr viel Spaß hier zu sein und mit der Gruppe zu arbeiten,” sagt der 14-jährige Remus Zainia. Seine Ansicht teilt auch Daniel Szymczewske: „Außerdem haben wir mit unserem Team schon viel erreicht, wie beispielsweise die Buttons, die wir gegen Rechtsdemos erstellt haben.”

Auf 31 Seiten greift die Redaktion das Thema Mobbing auf und füllt es mit unterschiedlichen Darstellungsformen wie nachgestellter Mobbingszenen, Schilderungen betroffener Schüler oder Lektürehinweisen. Neben den üblichen Schulhofabnehmern, werden die Blätter in der Stadtbücherei und im Rathaus ausgelegt, oder an Elternabenden und Sommerfesten vertrieben.

Eine Ausgabe jedoch wurde nach Hamburg gesandt. Denn der Spiegel-Verlag schreibt jedes Jahr einen Wettbewerb aus, indem Schülerzeitungen in Kategorien wie Textinhalt oder Titelblatt bewertet und entsprechend prämiert werden. Wie sich herausstellte, hat sich die Mühe und Arbeit gelohnt, denn es winkten 300 Euro für die Redaktion und ein Wochenende in Hamburg.

„Glücklich und stolz” waren David Castro Borrego, Marc Stahlbock und seine Kollegen. Claudia Titz, Lehrerin und das „wachende Auge” der Schülerzeitung, hat sich „total gefreut. Mit der gleichen Zeitung haben wir bei einem ähnlichen Wettbewerb ebenfalls gewonnen, so dass zwei Mal ein dicker Preis an unsere Schule ging.”

Mit vier Schülern, „dem hartem Kern der Redaktion” so Titz, und ihr ging es also mit dem Zug am 17. Juni, nach Hamburg. Nach der ersten Stadtrundfahrt lernte man bei einem Pressetermin die Konkurrenz kennen und verschaffte sich einen Überblick, wie andere Schulen ihre Zeitung präsentieren.

Es folgte eine Blattbesprechung der letzten Spiegelausgabe, wo die Schüler „ernsthaft in die Gespräche der Chefs einbezogen wurden. Ich bin beeindruckt wie viel Wertschätzung man den Schülern entgegen brachte,” erläutert Titz. Am zweiten Tag fand die Preisverleihung statt. Abends wurde man zum Grillfest eingeladen. Die Siegprämie ist bereits für die Anschaffung von Kamerazubehör und -rucksack verprasst worden.

Auch nächstes Jahr möchte man wieder teilnehmen, mit Themen wie „Rechtsextremismus” und „Entwicklung in Stolberg”, oder alternativ: Nazizeit, Vertreibung und Ermordung in Stolberg. Remus Zainia hofft derweil auf eine gute Zeitung und Claudia Titz wünscht, dass „die Gruppe aus dem vergangenen Jahr wieder genauso engagiert mitziehen wird”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert