Bei Börse den richtigen Tipp für Beruf holen

Von: ran
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Welchen Beruf könnte ich nach der Schule einmal ergreifen. Viele Schülerinnen und Schüler der beiden Berufskollegs nutzten die Gelegenheit, sich beraten zu lassen. Foto: Andreas Röchter
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Intensive Gespräche: Vertreter von insgesamt 60 Betrieben, Institutionen und Bildungseinrichtungen informierten die Schüler. Foto: Andreas Röchter

Stolberg/Eschweiler. Die Steigerung ist signifikant: Lag die Zahl der Aussteller während der gemeinsamen Ausstellungsbörse der Städte Eschweiler und Stolberg im Jahr 2014 noch bei 31 sowie im vergangenen Jahr bei 35, präsentierten sich an diesem Freitagvormittag im Berufskolleg Eschweiler nicht weniger als 60 Ausbildungsbetriebe aller Art den interessierten Schülern und Jugendlichen.

„Die Verantwortlichen der Firmen und Betriebe erkennen inzwischen, dass sie in eine Art Vorleistung treten müssen. Schließlich kann ein bestimmter Schulabschluss im Falle eines Falles immer noch nachgeholt werden“, benennt Thomas Gurdon, Leiter des Berufskollegs Eschweiler, einen der Gründe für diese Entwicklung zuletzt.

Gemeinsam mit seiner Amtskollegin Ingrid Wagner, Leiterin des Berufskollegs Simmerath/Stolberg, Dieter Kamp, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Eschweiler, sowie Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier eröffnete der Pädagoge die Ausbildungsbörse, die zum zwölften Mal in Kooperation beider Städte veranstaltet wurde.

„Ziel ist es, einerseits den Betrieben die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren, andererseits aber auch den Schülern und Jugendlichen die Chance zu bieten, Informationen einzuholen und Kontakte zu knüpfen“, erklärte Dieter Kamp.

Und Thomas Gurdon ergänzte: „Die Berufsberatung stellt einen der Grundpfeiler der Berufskollegs dar. Zwar gewinnen die zahlreichen zur Verfügung stehenden Studiengänge auch für viele unserer Schüler immer mehr an Bedeutung, doch nach wie vor ist die Ausbildung das Kerngeschäft dessen, was wir anzubieten haben!“

Generell hätten Firmen und Betriebe bestimmter Branchen immer größere Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, berichtete Dieter Kamp aus Erfahrung. „Als Stadt werden wir von Firmen massiv angesprochen“, so der Wirtschaftsförderer, der das Bäckerhandwerk, aber auch Berufe im Kfz-Bereich als Beispiele benannte.

„Berufe im kaufmännischen Bereich scheinen im Vergleich zum Bereich Technik einfach attraktiver zu sein“, unterstrich Thomas Gurdon. Allerdings werde dies nicht immer den Fähigkeiten des Schülers gerecht. „Wir können allerdings nur die unterschiedlichen Berufsfelder vorstellen und beratend zur Seite stehen. Die Entscheidung, wohin die Reise letztlich gehen soll, fällt natürlich der Schüler in Eigenverantwortung.“ Lehrer Uwe Scheunemann, der für die Organisation der Ausbildungsbörse verantwortlich zeichnete, betonte, dass der mögliche Weg eines Schülers, der während der Ausbildungsbörse erste Kontakte zu einem Betrieb geknüpft habe, in Richtung Ausbildungsplatz auch über das Probearbeiten gehen könne.

Und wie sieht es eigentlich mit dem Interesse der Schüler aus, das Angebot „Ausbildungsbörse“ wahrzunehmen? Die Rückmeldung der Organisatoren der „ZAB“, der jährlich stattfindenen größten Berufs- und Studienmesse der Region, besage, dass die Zahl der teilnehmenden Schüler zuletzt zwar etwas zurückgegangen sei, die Schüler, die teilnahmen, jedoch das Angebot gezielter angenommen hätten als in der Vergangenheit, so Uwe Scheunemann.

Und dieses Angebot wird offenbar immer größer: So waren während der Ausbildungsbörse im Berufskolleg Eschweiler nun auch erstmals Verantwortliche der Fachhochschule Aachen sowie der Fachhochschule Rhein-Erft vor Ort, um die Besucher und Besucherinnen unter anderem über die Voraussetzungen, Anforderungen und Inhalte „dualer Studiengänge“ zu informieren.

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