Beauftragter für Integration als Ansprechpartner gefordert

Von: dim
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Stolberg. Der Integrationsrat wird seinen Mitgliedern in der kommenden Sitzung einen Antrag auf Schaffung der Stelle eines Integrationsbeauftragten zur Abstimmung vorlegen. Nach positivem Votum soll der begründete Antrag dem Bürgermeister vorgelegt werden.

Ziel sei es, unter anderem die Geschäftsstelle des Nachfolgegremiums des Ausländerbeirats dauerhaft zu besetzen und damit der Bevölkerung eine Anlauf- und Beratungsstelle anbieten zu können.

„Kontinuierliche Sprechzeiten zu gewährleisten, ist den Mitgliedern des Integrationsrats aus beruflichen und privaten Gründen nicht möglich”, begründete der Vorsitzende Ahmet Ekin. Ein ständiger Ansprechpartner sei aber wichtig.

Ein Beschluss hierzu wurde nicht gefasst, da dieser schon durch das Vorgängergremium, den alten Ausländerbeirat, erfolgt war. Die tatsächliche Antragstellung auf einen Integrationsbeauftragten sei zunächst aufgrund der anstehenden Bürgermeisterwahl und darauf wegen der Wahl des neuen Integrationsrats aufgeschoben worden.

Eingangs der ersten Sitzung des Gremiums hatte sich Paul Schäfermeier vorgestellt. Der bereits seit fast zwei Jahren in der Verwaltung installierte Seniorenbeauftragte der Stadt Stolberg warb für eine Zusammenarbeit und betonte, dass das Senioren-Infocenter im Rathaus allen alten Menschen, unabhängig von kultureller oder nationaler Herkunft, offen stehe.

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss das Gremium einstimmig, die aktive Mitarbeit im Kupferstädter Bündnis gegen Radikalismus aufzunehmen, und setzt somit die Linie des alten Ausländerbeirats fort.

Geschäftsführer Alfred Schmitz erklärte in seinem Bericht, der Integrationsrat verfüge über einen jährlichen Haushalt von 1000 Euro und bezifferte den aktuellen Stand auf 874 Euro. Erneut einstimmig erfolgte der Beschluss, Teile des Betrags noch in diesem Haushaltsjahr zur Förderung von Islamkunde-Unterricht an Stolberger Schulen zu verwenden.

Zu diesem Zweck will der Integrationsrat den Lehrer für Islamkunde Bernd Ridwan Bauknecht kontaktieren, der den „neuen Islam” verkörpere. „Bauknecht vermittelt mit seinem pädagogischen Ansatz die Religion des Islams anders, als es in Moscheen geschieht. Er ist ein erfahrener Islamkunde-Lehrer, der in vier Bonner Schulen unterrichtet und schon viel für die Integration der Muslime bewirkt hat”, beschrieb Ekin.

Als Nachfolgegremium des Ausländerbeirats vertritt der Integrationsrat die Interessen der Stolberger Bürger mit Migrationshintergrund. Die Geschäftsstelle befindet sich im Rathaus, Zimmer 8. Zu erreichen ist der Integrationsrat jetzt per E-Mail: integrationsrat@stolberg.de
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