Baustelle L238: „Es ist bedauerlich, dass wir so spät informiert werden“

Von: -jül-
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Gestern wurde die Baustelle des Landesbetriebs in Höhe von Leoni Kerpen eingerichtet. Ab Montag erfolgt die Vollsperrung. Foto: J. Lange

Stolberg. „Nein, das ist nicht unsere Baustelle“, sagt Thomas Johnen als erstes. Auch wenn die Bagger direkt vor der Haustüre von Leoni Kerpen an der Zweifaller Straße anrücken, so ist das Tiefbauunternehmen im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau unterwegs. Der lässt jetzt eine Stützmauer zwischen dem tiefer liegenden Fußweg entlang dieser Landesstraße 238 erneuern: Dauer vier Wochen.

Das ist ein Vorhaben, das nicht nur schon längere Zeit auf der To-do-Liste des Landesbetriebs steht und bereits beim Bau des Kreisverkehrs Nachtigällchen angesprochen wurde, sondern von dem bereits am Jahresanfang bekannt ist, dass es in diesem Sommer durchgeführt werden soll. Dass es ausgerechnet am Mittwoch beginnt, erfährt Leoni Kerpen am vergangenen Freitag und die Stadt zum Wochenbeginn. Daraufhin informierte das Wirtschaftsförderungsamt betroffene Unternehmen.

„Wir hätten schon gerne ein wenig mehr Vorlauf gehabt“, sagt Johnen. Die Baustelle liegt mitten innerhalb des betriebsinternen Werksverkehrs von Leoni, der zwischen Produktion und Rollenlager über Tor 1 und 3 via Zweifaller Straße abgewickelt wird.

Ein Problem, das täglich gleich mehrere 100 Tonnen Kupfer schwer ist, haben Dirk Harten und Jürgen Jestrabek. Die Geschäftsführer von Schwermetall und Aurubis wickeln den Transport vom Breinigerberg an die Vicht naturgemäß über die Zweifaller Straße ab. Hinzu kommt die Anlieferung des Halbzeugwerks. Dirk Harten, im Ehrenamt IHK-Vizepräsident, spricht von „erheblichen Einschränkungen in unsere Logistik“.

Erst recht, wenn ab Montag die L 238 komplett gesperrt ist. Dann müssen Umleitungen über Büsbach gefahren werden, die organisiert sein wollen. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir so spät informiert werden“, ärgert sich Harten über den Landesbetrieb. „Dieser Umgang mit den wichtigen Kupfer produzierenden Unternehmen in der Kupferstadt hat wenig mit Wirtschaftsförderung zu tun“.

Derweil berichten Bauarbeiter schon von fluchenden Autofahrern...

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