Baufällige Brücke soll saniert werden

Von: Toni Dörflinger
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Stolberg. Die Ecke Eschweiler-/Hermannstraße hat sich seit dem Jahr 1970 enorm gewandelt. Nachdem seinerzeit auf der Heinrich-Heimes-Brücke Aufbauten zu sehen waren, die bis 2003 dort Bestand hatten, ist die Brücke heute gesperrt.

Oberhalb der Brücke ragte neben mehreren Werbeschildern und einer Uhr ursprünglich die vorkragende Verdachung des Kinos Capitol ins Bild. 1970 hatte das Kino seinen Betrieb aber schon eingestellt und wurde von einem Lebensmittelmarkt genutzt.

Das Lichtspielhaus war 1912 in einem umgebauten Gaststättensaal entstanden. Die Bezeichnung Capitol hatte man erstmals Mitte der 1930er Jahre genutzt. Zuvor hatte das Kino unter anderem die Namen „Cinema National“, „American-Bio“ und „Union-Theater“ getragen.

Ende 1944 ist das Kino zerstört worden. Im Frontgebiet liegend war es den Kampfhandlungen zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen zum Opfer gefallen. Ein Wiederaufbau erfolgte 1956. Geprägt vom Baustil der 1950er Jahre entstand ein großer Gebäudekomplex, der von der Heinrich-Heimes-Brücke bis zur Kupfermeisterstraße reichte. 1965 wurde das Lichtspielhaus geschlossen. Links davon gab es das ehemalige Hotel „Vier Jahreszeiten“. Auch dieser Bau im Krieg zerstört worden. Einen Neubau hatte man 1952 errichtet. Oberhalb des Hotels lag eine weitere Gaststätte. Sie trug den Namen „Zur Brücke“. Auch diesen Bau hatte man 1955 neu erstellen müssen.

Auf der gleichen Seite war wenige Meter oberhalb das Werbeschild einer Bäckerei zu sehen. Dort war eine von Theo Carduck geführte Bäckerei ansässig. Ein Jahr nach 1970 übernahm Klaus Lotietek den kleinen Betrieb.

Die Heinrich-Heimes-Brücke, benannt nach einem jungen Stolberger Kriegsfreiwilligen, der schon wenige Monate nach Beginn des Ersten Weltkrieges zu Tode kam, ist 1937 entstanden. Die Stahlbetonkonstruktion hatte das Bauunternehmen Robert Grünzig errichtet. Zuvor hatte dort eine aus Stein gemauerte Bogenbrücke gelegen, die vermutlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Bereits um 1915 hatte man diese Brücke verbreitert. Mit Gehweg.

Und einem Plateau, auf dem man mehrere eingeschossige Ladenlokale errichtete. Sie sind 2003 abgerissen worden. Denn zuvor hatte man festgestellt, dass das Mitte der 1930er Jahre errichtete Bauwerk einzustürzen drohte. 2006 erfolgte dann die Sperrung für den Verkehr ab zwölf Tonnen. Inzwischen ist die Brücke seit einigen Jahren nur für Fußgänger geöffnet. Ein Neubau soll in Kürze erfolgen. Die Sperrung der Brücke hatte die Herausnahme des Straßenverkehres zur Folge. Anders als damals ist die Eschweilerstraße heute dort verkehrsberuhigt.

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