Baubeginn an der Aachener Straße für Oktober anvisiert

Von: -jül-
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Flickenteppich Aachener Straße: Ein Schweizer Käse hat eine dichtere Konsistenz als die Fahrbahn der Verbindung zwischen Büsbach und der Innenstadt. Der Ausbau wird jetzt ausgeschrieben. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Im Herbst kann damit gerechnet werden, dass die Arbeiten am Neubau der Aachener Straße beginnt. Die Sanierung über rund 1,5 Kilometer zwischen Lehmkaulweg und Bahnübergang wird sich voraussichtlich über 15 Monate bis ins Jahr 2015 hinziehen.

Die Verwaltung hat die Bauzeit gestreckt, um erhebliche Beträge, die die Stadt vorfinanzieren muss, kompensieren zu können. Denn der vom Land bewilligte Zuschuss über 60 Prozent wird nicht wie bisher veranschlagt in diesem und nächstem Jahr auf den Stolberger Konten eintreffen, sondern nur peu á peu.

Das Tiefbauamt geht derzeit davon aus, dass 50 000 Euro in diesem, 100 000 Euro im nächsten, 150 000 Euro in 2015 und der große Rest über 1,458 Millionen Euro erst im Jahr 2016 überwiesen werden. Bei erwarteten Baukosten von jeweils 1 bzw. 1,6 Millionen Euro in den Jahren bis 2015 wird der Haushalt mit 950 000, 900 000 und 1,45 Millionen Euro belastet, bis 2016 die Masse des Zuschusses vom Land ausgezahlt wird. Im Haushalt stehen derzeit nur 900.000 Euro für dieses Jahr. Der Hauptausschuss soll auf seiner Sitzung am 18. Juni eine außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung für die Folgejahre in Höhe von 1,6 Millionen Euro beschließen. Gedeckt werden soll sie aus Mitteln für den Ausbau von Derichsberger- und Werther Straße, die in diesem Jahr nicht mehr kassenwirksam werden. Eine weitere Verpflichtungsermächtigung über eine Million Euro aus dem Budget von 2012 soll auf 2014 übertragen werden.

Nötig ist der Nachweis der Finanzierung der Gesamtkosten von rund 3,7 Millionen Euro, damit die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben kann. Die Vergabe ist für die Sitzung des Bauausschusses am 18. September vorgesehen, so dass Anfang Oktober der Baubeginn erwartet werden kann.

Anlieger werden zu den Kosten von Geh-, Radwege und Parkplätze herangezogen – außer für den Abschnitt zwischen Kranensterz und Burgstüttgen, der als Außenbereich gilt. Darüber hinaus wird der Radwegebau gesondert bezuschusst. Bei der Bürgerbeteiligung im Sommer 2009 war die Verwaltung von 426 000 Euro an Anliegerkosten ausgegangen. Allerdings hatte der Stadtrat im Mai 2010 die Umlagesätze deutlich erhöht, so dass die Anlieger mit einem höheren Beitragseinheit als die bei der Bürgerbeteiligung vor vier Jahren genannten vier Euro rechnen müssen.

Seinerzeit wurde auf den Bau eines Kreisverkehrs an der Einmündung zum Lehmkaulweg (L 220) aus Kostengründen ebenso verzichtet, wie auf die Anlage eines zusätzlichen Parkstreifens entlang der unteren Aachener Straße. Die Anlieger hatten argumentiert, für Parkplätze von Besuchern der Innenstadt nicht auch noch zu den Kosten herangezogen werden zu wollen. Auf Wunsch der Bürger überarbeitet worden waren auch die Vorstellungen zum Baumbestand: Von 39 vorhandenen können anstatt von 34 nur 25 Bäume erhalten, anstatt der ursprünglich geplanten 41 sollen nur 27 Bäume neu gesetzt werden.

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