Stolberg - Bauanträge eingereicht: In die Stadthalle soll investiert werden

Bauanträge eingereicht: In die Stadthalle soll investiert werden

Von: Jürgen Lange
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Hinter der Fassade soll sich einiges ändern in der Stadthallen-Passage: Weitere Pflegeplätze und betreutes Wohnen entstehen. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Stadthalle soll im kommenden Jahr ihr Gesicht verändern. Und das in zwei markanten Bereichen. Sowohl für die Passage wie auch für den Festsaal liegen der Stadtverwaltung Bauanträge vor, die den Bestand sichern und ausbauen sollen. „Es sind sehr komplexe Verfahren“, sagt Tobias Röhm.

Das Bauordnungsamt werde die Anträge unter vielen Aspekten intensiv zu prüfen haben, erklärte der Technische Beigeordnete. Dies werde sicherlich einige Wochen in Anspruch nehmen.

Der mittlere Teil des Stadthallen-Ensembles hatte im Frühjahr den Eigentümer gewechselt. Die Wert-Invest übernahm die Passage von der früheren Eigentümerfamilie Crous. Bereits zum 1. April 2015 hatte Dr. Christoph Kösters vom DRK-Kreisverband Aachen das Seniorenzentrum mit 59 Plätzen übernommen und es in den Verbund seiner Itertalklinik Seniorenzentren eingegliedert. Schon damals schwebte Kösters im Hinblick auf die leer stehenden Liegenschaften der Immobilie ein Ausbau des Pflegeheims vor. Jetzt stehen seine Wünsche zur Realisierung an. „Wir haben bereits begonnen, das bestehende Pflegeheim zu sanieren“, sagt Kösters.

Bis ins Jahr 2018 sollen die weiteren Etagen der Passage als Pflegeheim und in betreute Wohneinheiten umgestaltet werden. Bis zu 20 Wohneinheiten sind vorgesehen. Zudem sollen an der Südseite zum Kupferhof hin weitere zwölf Zimmer das Angebot des Pflegeheims ergänzen. Im Obergeschoss werden die bisherigen Doppel- in Einzelzimmer umgestaltet. Kösters strebt eine Zahl von 66 Pflegeplätzen an.

Teile des früheren Supermarktes sollen zu einem späteren Zeitpunkt in eine zentrale Küche für die Itertalklinik Seniorenzentren der Standorte Breinig, Kornelimünster, Walheim, Roetgen und Simmerath umgebaut werden. „Dazu müssen wir noch einiges unternehmen“, sagt Kösters. Die zukünftige Küche soll nach dem Prinzip „Cook an Chill“ – Kochen und Kühlen – betrieben werden. Bei dem Verfahren werden die warmen Speisen auf herkömmliche Weise zubereitet, dann aber innerhalb kurzer Zeit auf tiefe Temperaturen schnell heruntergekühlt. Ohne Qualitätsverlust können die Gerichte dann kurz vor dem Verzehr wieder erwärmt werden. Ferner wird der Durchgang der Passage geschlossen; nicht beeinträchtigt durch den Umbau würden das Eis-Café und der Kleiderladen.

Derweil verzögert sich die Inbetriebnahme der neuen Seniorenresidenz in Alt Breinig und im Stolberger Rathaus-Carré. In Breinig waren kurz vor dem geplanten Eröffnungstermin Baumängel sichtbar geworden. Die Betonwanne war nicht dicht. Wasser drang in den Keller ein. Zudem wies das Dach undichte Stellen auf. „Wir mussten eine Reihe von Bädern neu machen“, berichtet Kösters. Aber das Problem sei mittlerweile im Griff. Derzeit wird von einer Inbetriebnahme Anfang Januar ausgegangen. Die 33 betreuten Wohneinheiten werden wohl voraussichtlich ab Dezember bezogen werden können.

In einer Woche hätten eigentlich auch die 39 barrierefreien Wohneinheiten mit 50 bis 70 m2 Fläche im Rathaus-Carré bezugsfertig sein sollen. „Aber die Arbeiten sind in Verzug, und der Aufzug funktioniert noch nicht“, sagt Kösters. So könne er den zahlreichen älteren Interessenten die Wohnungen nicht einmal präsentieren. Der Itertalklinik-Betreiber rechnet nun damit, im Januar mit einer Vermarktung starten zu können. Bekannt wurden die Pläne zu einem Ausbau des Festsaal-Teilbereiches der Stadthalle bereits im Rahmen der Planungen für eine Aufwertung des Mühlener Bahnhofes. Jetzt hat Eigentümer Ali Akbas den Bauantrag eingereicht. Vorgesehen ist der Anbau einer Gastronomie in Form eines Wintergartens. Angedacht ist, dass sie sich an der Seite des Saales von der Talbahnstraße hin über Eck bis vor das Eingangsfoyer am Olof-Palme-Friedensplatz erstreckt. Eingereicht hat Architekt Kurt Pidun den Bauantrag für die Sanierung des Ensembles der früheren Kartonagefabrik Hoyer in Münsterbusch. Neben einem Neubaukomplex mit barrierefreiem Wohnen sollen 30 Wohneinheiten in dem weitläufigen Gebäude entstehen.

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