„Battlefield Stolberg“: Langer Kampfsportabend begeistert

Von: Dirk Müller
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Die „Black Panther“ Vitalij und Alexej Ksolov (v. l.) ernten für den gelungenen Kampfabend viel Applaus vom begeisterten Publikum.
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Der Stolberger Alexej Koslov (links) verteidigt den Deutschen Meistertitel b in einem überzeugenden Kampf.

Stolberg. Es ist ein beeindruckender und langer Kampfabend gewesen: War schon die Premiere von „Battlefield Stolberg“ gelungen, so begeisterte die zweite Auflage die Kampfsportfreunde noch mehr. Der ausrichtende „Fight Club Black Panther“ hatte gleich zwei Profi-Titelkämpfen um die Deutsche Meisterschaft im Kickboxen nach K-1-Regeln auf das Programm gesetzt, und beide Lokalmatadoren siegten zur Freude des Publikums.

Dabei überzeugten sowohl der Stolberger „Black Panther“ Alexej Koslov, als auch Frederic Fraikin von „Tai-Kien Aachen“ mit starken Fights und holten sich die Meister-Gürtel.

Die Organisatoren hatten für das Spektakel die Atscher Mehrzweckhalle an der Jahnstraße in eine große Kampfarena verwandelt. Der Ring in der Mitte war professionell ausgeleuchtet, aus den Lautsprechern wummerten die Bässe, oder es erklang traditionelle thailändische Musik, und der gut aufgelegte Moderator und Ringsprecher Baktash „the Tiger“ Saidi – selbst Profi-K-1-Kämpfer – verstärkte die ansprechende Show immer wieder gekonnt. Hauptbestandteil dieser Show waren freilich zahlreiche sehenswerte Kämpfe, bei denen viel Abwechslung geboten wurde.

Denn nicht nur in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen wurde gekämpft, sondern auch in verschiedenen Disziplinen. Neben dem Kickboxen, bei dem nach K-1-Regeln Schläge und Tritte erlaubt sind, unterhielten einige Sportler auch mit Muay-Thai-Kämpfen die Zuschauer bestens. Bei dem sogenannten Thaiboxen sind zudem Ellenbogentechniken, Clinchen und Würfe gestattet, so dass eine Menge Action im Ring zu sehen war.

Ob im Kick- oder im Thaiboxen – die Kämpfer schenkten sich nichts. Umso bemerkenswerter war die große Fairness aller Fighter, die sich nach den „Schlachten im Ring“ herzlich umarmten und freundliche Worte wechselten.

Was dem Stolberger Nachwuchskämpfer Ismail Selmoni vom „Fight Club Black Panther“ leicht fiel, da er seinen Kampf gewann. Sein Kupferstädter Club-Kollege Ruslan Baziev hingegen zeigte auch in der Niederlage Größe ebenso wie Trutz Hensen von „Tai-Kien Aachen“, der sich mit einem Unentschieden begnügen musste.Pech hatte der Stolberger Nico Altmeyer, der, für die „Black Panther“ startend, nach K-1-Regeln bis 82,5 Kilogramm gegen Peter Riegel (Thai Bombs Mannheim) in den Ring ging.

Altmeyer hatte seinen Gegner zwei Runden lang gut unter Kontrolle, führte nach Punkten und baute seinen Vorsprung in der dritten Runde mit vielen schnellen und harten Händen beziehungsweise Schlagkombinationen noch weiter aus. Doch kurz vor dem Gong gelang Riegel ein „lucky Kick“, mit dem er Altmeyer regelrecht fällte.

Der K.O. war zugleich eine Schocksekunde für das Stolberger Publikum, aber der Ringarzt sofort zur Stelle und Altmeyer nach nur kurzer Zeit wieder wohl auf. Nach insgesamt zehn packenden Rahmenkämpfen war die Stimmung bei den Höhepunkten des Abends auf dem Siedepunkt.

Mit „Freddy, Freddy“-Rufen feuerten die zahlreichen Zuschauer zunächst den Aachener Fraikin (bis 86 Kilogramm) an, bevor es für den Stolberg „Alex box!“ und „Komm, Alex“ hieß (bis 79,5 Kilogramm). Und beide lokale Helden dankten es ihrem Publikum und gewannen verdient die Deutschen Meistertitel der „International Kick Boxing Federation“ IKBF im Profi-Kickboxen. Dementsprechend doppelt zufrieden mit dem zweiten „Battlefield Stolberg“ war Vitalij Koslov vom „Fight Club Black Panther“.

Einerseits in der Funktion des Trainers seines Bruders Alexej Koslov, der seinen Meistertitel verteidigte, andererseits als Ausrichter eines rundum gelungenen Kampfabends. „Wir haben viele gute und faire Kämpfe gesehen, und die Atmosphäre in der Halle war toll“, sagte Vitalij Koslov und freute sich, dass bei der zweiten Auflage des „Schlachtfelds Stolberg“ noch mehr Zuschauer den Weg in die Kupferstadt gefunden haben. Folglich stehe für ihn fest: „In 2017 wird das dritte ,Battlefield Stolberg‘ kommen.“

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