Basis der IG Metall wählt Martin Peters an die Spitze

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
10157887.jpg
Erster Gratulant: Unmittelbar nach der Wahl beglückwünschte Helmut Wirtz (r.) seinen Nachfolger Martin Peters. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Als Helmut Wirtz seinen letzten Geschäftsbericht beendet hatte, wurde es laut im Jugendheim Münsterbusch. Die Delegierten der IG Metall Stolberg/Eschweiler spendeten dem scheidenden Geschäftsführer tosenden Applaus.

„In enger Zusammenarbeit mit unserem Ortsvorstand ist es uns gelungen, eine mitglieder- und finanzstarke Einheit zu entwickeln. Das ist nicht mein Verdienst, dies spiegelt die Leistung aller wider“, hatte er zuvor festgestellt. Die großen Emotionen gab es am Donnerstagabend allerdings nicht. „Ich habe noch einiges zu sagen, aber das werde ich erst in drei Wochen tun“, kündigte Wirtz mit Blick auf den 20. Juni an. Dann wird im Rittersaal der Burg die Verabschiedung stattfinden. Zehn Tage später tritt er offiziell in den Ruhestand.

Noch vor dem altersbedingten Rückzug des „ersten Mannes“, der seit 1990 an der Spitze der Stolberger Verwaltungsstelle steht, wurde am Donnerstag eine neue Ära eingeläutet. Denn auch die Wahl seines Nachfolgers stand auf der Tagesordnung.

Dabei folgten die Delegierten zu 81,8 Prozent der Empfehlung des Ortsvorstandes und übertrugen Martin Peters als einzigem Kandidaten die zukünftige Verantwortung. „Ich weiß, dass ich in sehr große Fußstapfen treten werde. Aber ich bin stolz, diese Aufgabe für eine solche Organisation mit einem derart hohen gesellschaftlichen Stellenwert übernehmen zu dürfen“, erklärte der 32-Jährige.

Ebenfalls neu besetzt, und das bereits seit dem 1. Mai, ist die Stelle des Gewerkschaftssekretärs, die der bisherige Prym-Betriebsratsvorsitzende Ralf Radmacher von Georg Moik übernommen hat (wir berichteten). Komplettiert wird die Mannschaft ab 1. Juni durch Alexandra Deutscher, die im Verwaltungsbereich Margit Klaes unterstützen und die ebenfalls in den Ruhestand gehende Renate Bien ablösen wird.

Unabhängig von der personellen Neuausrichtung steht der IG Metall möglicherweise in Kürze ein Arbeitskampf bevor: „Wir werden keine Abkoppelung der Prym-Gruppe vom Tarifniveau der Metallindustrie akzeptieren“, betonte Helmut Wirtz. Und er stellte klar: „Wenn die Geschäftsführung in der nächsten Verhandlung kein diskussionsfähiges Angebot vorlegt, werden wir zu weiteren Streiks aufrufen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert