Barrierefreier Wohnraum in der ehemaligen Kartonagefabrik

Von: -jül-
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Barrierefreies Wohnen in Münsterbusch: Josef Meyer und Mike Bender (r.) planen das Projekt in der ehemaligen Kartonagefabrik. Foto: J. Lange

Stolberg-Münsterbusch. „Wir warten eigentlich nur noch auf die Übergabe des Grundstückes”, sagen Josef Meyer und Mike Bender von der Projektgesellschaft Bender&proHaus. Diese möchte das Gelände der ehemaligen Kartonagefabrik Hoyer für ein barrierefreies und altersübergreifendes Wohnprojekt nutzen.

Ursprünglich hatte ein Investor geplant, eine kombinierte Nutzung aus Wohnen und Gewerbe auf dem Areal an der Prämienstraße zu etablieren.

Während Einfamilienhäuser gebaut wurden, scheiterte der zweite Teil. Das Fabrikgebäude zerfiel zusehends und wurde zuletzt im Rahmen einer Zwangsversteigerung 2007 von der Gläubigerbank übernommen.

Sie soll das Grundstück baureif übergeben, was bedingt, dass zuvor eine Untersuchung auf mögliche Bergbauaktivitäten und die Behebung eventueller Folgeschäden bedinge, erklärte Meyer.

Die von dem Eschweiler Büro APB gefertigten Pläne für das Neubauprojekt seien derweil soweit gereift, dass der Bauantrag gestellt werden könne, wenn die Projektgesellschaft im Besitz des Grundstückes sei.

Planungsrechtlich hat die Stadt Stolberg alle Vorbereitungen für eine Genehmigung nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches getroffen.

Entstehen sollen zwei viergeschossige Neubauten, für die das historische Gebäude abgerissen werden muss. „Der erste Gedanke war natürlich, die einst schmucke Fassade zu erhalten”, gesteht Mike Bender. Aber die Substanz des Gebäudes habe dies einfach nicht mehr zugelassen.

Entstehen sollen 34 barrierefreie Wohnungen, die behindertengerecht gestaltet und mit Aufzügen erreichbar sein sollen. Dachterrassen und Gemeinschaftsbereiche sollen der Kommunikation dienen und das Außengelände attraktiv gestaltet werden.

Die Investoren streben eine öffentliche Förderung für das Projekt an, das sozial gebunden vermietet werden soll. „Wir wollen zwar bauen, aber das Projekt nicht selbst betreiben”, sagt Meyer. Es liefen Verhandlungen mit Institutionen, die das Ensemble als Ankermieter betreuen können.
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