Bareschesser Jecke sind längst in Bestform

Von: Dirk Müller
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Die „Bareschesser Ladies“ heizen dem Publikum im vollen Saal mit ihrem flotten Showtanz ein und ernten viel Applaus. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Ein abwechslungsreiches Programm auf hohem Niveau und echte „Bareschesser-Stimmung“ hat die große Kostümsitzung der KG Büsbach geboten. Das feiernde Publikum verwandelte das ausverkaufte Haus einmal mehr in den „karnevalistischen Hexenkessel des Barenlan­des“, und die gastgebende KG Büsbach glänzte mit zahlreichen eindrucksvollen Auftritten aus den eigenen Reihen.

Vor allem natürlich mit der Kinderprinzessin der KG: Noelia I. (Willhardt Zorrilla) eroberte mit ihren spanischen Wurzeln und ihrem rheinländischen Blut die Herzen der Jecken im Handumdrehen.

Da Noelia I. in dieser Session das Zepter schwingt und „Olé und Alaaf“ von den Bühnen ruft, pausiert sie als Jugendmariechen, was allerdings für die Büsbacher Traditionsgesellschaft kein großes Problem darstellte. Schließlich konnte Präsidentin Ute Schartmann immer noch die sehenswerten Auftritte des Bambinimariechens Celina (Schartmann) und der großen Marie Nathalie (Schicka) ansagen. Ihr Heimspiel und den tosenden Applaus genossen ebenfalls die „Bareschesser Pänz“, die mit ihrem Gardetanz das Publikum verzückten. Mit rockigen Klängen starteten die „Bareschesser Ladies“ ihre Darbietung, und der schwungvolle Showtanz der KG-Jugend begeisterte die Gäste im Saal von „Angie’s Bistro“.

Die KG Büsbach zeigte sich aber nicht nur selbst von ihrer besten Seite, sondern hatte ein Programm aufgefahren, das mustergültig für den rheinischen Sitzungskarneval war und keine Wünsche der gut gelaunten Narren im Saal offen ließ. Immer wieder hieß es „opp de Stühl“, wenn der Fastelovvend kräftig gefeiert wurde. Andererseits lauschten die Gäste zwischenzeitlich konzentriert den hochkarätigen Rednern, um keine der zahlreichen Pointen und köstlichen Scherze zu verpassen. Die Sitzung war noch keine 30 Minuten alt, als „Die Original Eschweiler“ mit kölschen Liedern und flotten Gassenhauern den Saal erstmals zum Kochen brachten – es sollte nicht das letzte Mal an dem langen und dennoch sehr kurzweiligen Abend sein.

Nachdem „Labbes on Drickes“, Michael Henkel und Guido Streusser, mit ihrem humoristischen Zwiegespräch die Lacher auf ihrer Seite gehabt hatten, stattete der Stolberger Prinz Kurt II. (Schiffer) samt der Ersten Großen KG und seinem illustren Hofstaat den Büsbachern einen munteren Besuch ab. Die Prinzengarde und besonders Kurt II. mit seinem Gefolge zeigten sich in Hochform, repräsentierten den Kupferstädter Karneval bestens im Barenland, und das Publikum folgte bereitwillig dem Motto und der Aufforderung Seiner Tollität: „Karneval fiere, net lamentiere!“ Abermals war die Stimmung auf dem Siedepunkt angelangt und wurde von der Showtanzgruppe der KG Heistern bei ihrem beeindruckenden Auftritt gehalten.

Thomas Cüpper alias „Et Klimpermännche“ gelang es nach einem „karnevalistischen Machtwort“ schnell, die ausgelassen feiernden Gäste der KG Büsbach wieder zum Zuhören zu bewegen, so dass sich auch rasch die Zwerchfelle des Publikums bewegten, denn bei den Witzen des „Klimpermännche“ blieb kein Auge trocken. Und es flossen noch mehr Lachtränen, denn die „2 Lausbuben“ Manfred Schaffrath und Uwe Hillers punkteten eifrig mit grandioser Komik und ihrer Mischung aus klassischer Büttenrede und mitreißender Gesangsparodie. Den Humor mit der Muttermilch zu sich genommen hat wohl die Kuh „Dolly“, die den Bauchredner Peter Kerscher mit nach Büsbach gebracht hatte. Die charmante und rotzfreche Handpuppe „Dolly“ und der intelligente Kerscher amüsierten das Publikum großartig.

Nach letztem Tusch geht‘s weiter

Zum Finale der Kostümsitzung brachten die „Domhätzjer“ die Jecken im Saal noch einmal tüchtig in Wallung. Nadine Fiegen und Chantal Kursch begeisterten mit „kölsche Tön“ und der attraktiven Optik der „Domhätzjer“. Abermals herrschte tolle Stimmung, so dass viele Gäste der KG Büsbach noch lange im Bistro oder im großen Saal, wo Alleinunterhalter Norbert Bree die passende Musik beisteuerte, fröhlich weiterfeierten.

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