Bald soll der Hasselbach in Zweifall wieder sichtbar sein

Von: lbe
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Mit Steinen als Sitzgelegenheit: So soll die Ufermauer treppenartig gestaltet werden. Grafik: Architekturbüro Winterscheid/Weidenhaupt

Stolberg-Zweifall. Die Brücke über der Döllscheidter Straße im Bereich des Hasselbachs in Zweifall muss saniert werden. Sie ist derzeit auf 2,5 Tonnen Last beschränkt, da sie die gesamte Verkehrslast, die dort aufkommt, nicht mehr tragen kann.

Dies zum Anlass nehmend wurde auch gleich ein städtebauliches Konzept entwickelt, um die Gesamtsituation in der Zweifaller Ortsmitte auf Dauer neu zu gestalten. Damit beauftragt wurde das Stolberger Architekturbüro Winterscheid/Weidenhaupt, dessen Entwurf nun als Grundlage dient.

Die Idee ist, den Hasselbach zu circa zwei Dritteln wieder sichtbar zu machen. Das war auch die Forderung der Unteren Wasserbehörde und der Planungswerkstatt, die sich für eine Teiloffenlegung des Baches ausgesprochen hatten. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) wurde kürzlich noch einmal über die Feinheiten des Plans diskutiert.

Treppe als Sitzmöglichkeit

Mit der Brückensanierung ist die Umgestaltung der Ortsmitte nämlich noch längst nicht abgeschlossen. Die Seite zur Jägerhausstraße wird mit Bachufersteinen gestaltet, so dass eine abgeböschte Uferkante entsteht. So solle der Hasselbach optisch und ökologisch im Rahmen der technischen und wasserrechtlichen Möglichkeiten aufgewertet werden. Dazu gehören auch neue Sitzflächen, die zur Seite der Alten Schule angelegt werden. Die Bachufermauer wird dazu als Treppe mit drei Stufen gestaltet, die dann genügend Platz zum Verweilen bieten sollen. Von dort aus sei dann der Blick auf die Böschung frei. So müsse niemand gegen eine Mauer gucken, sagt Tobias Röhm, Technischer Beigeordneter.

Auch die Feuerwehrzufahrten wurden in den Plänen bedacht. Sie müssen breit genug und das Herankommen an alle Gebäude trotz Freilegung des Baches sichergestellt sein. Dazu wurde im Ausschuss besprochen, dass die untere Zufahrt so nah wie möglich an die Linde heranrückt, die rechts unten im Plan vor der Gastronomie berücksichtigt wurde. Die Zufahrt wird folglich nicht mehr mittig zum Marktplatz eingeplant.

Im Ausschuss sorgte dann aber eine andere der insgesamt fünf Linden für Gesprächsbedarf. Und zwar die, die im Plan – vom Marktplatz aus gesehen – oben rechts eingezeichnet war. In der Sitzung merkte man an, dass durch den Baum zu viel freie Fläche verloren ginge – auch mit Hinblick auf den Wochenmarkt. „Um mehr Aufstellungsflächen für den Markt zu haben und zu Gunsten einer freien Gestaltung, wird die Linde daher nun entfallen“, sagt Röhm. Darüber war man sich schnell einig.

Gesprächsbedarf

Auch über einen möglichen Steg über den freigelegten Hasselbach wurde im Ausschuss diskutiert. Dieser war im Entwurf zunächst nicht vorgesehen. In der Planungswerkstatt sei der Wunsch nach einem Steg dann jedoch aufgekommen. Dieser soll das Überqueren des Baches ermöglichen, so dass die Bürger nicht jedes Mal um den offengelegten Bach herum gehen müssten. Auch für die Feuerwehr könnte er eine Erleichterung sein. Ob der Steg wirklich gebaut werden kann, das müsse aber derzeit noch geklärt werden, sagt Röhm. Dies sei nur in Abstimmung mit der Städteregion und der Unteren Wasserbehörde möglich.

Weiterhin werden die hintere Zufahrt zur Metzgerei hin vergrößtert und im Bereich „Im Huck“ werde das Natursteinpflaster erweitert. Der Pflasterbelag werde nun einheitlich gestaltet und verbinde die verschiedenen Plätze mit besonderer Hervorhebung des Marktplatzes, der Platzausweitung der Ecke Hellebendstraße/Jägerhausstraße und dem unmittelbaren Bereich vor der Kita.

Insgesamt werden die Kosten der Umgestaltung auf rund 2.800.000 Euro geschätzt. Darin fließen aber dann noch die angestrebten Fördermittel ein. In Frage kommen das Programm „Integrierte ländliche Entwicklung“ (ILE) im Zusammenwirken mit Leader und die Förderung gemäß der Wasserrahmenrichtlinie.

Diese wiederum beschränke sich auf Leistungen, die sich auf die Offenlegung des Baches beziehen. Für die Umgestaltung des Platzes käme dann das andere Förderprojekt in Frage. Das abschließende Konzept solle noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, so dass im Jahr 2017 mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden könne, so Röhm. Der erste Bauabschnitt würde dann die Sanierung der Brücke beinhalten. Je nachdem, wie der Verkehr dann umgeleitet werden könnte, wäre denkbar, dass auch gleich mit den ersten Arbeiten im Platzbereich begonnen werde.

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