Bald mehr Platz für Fahrradfahrer zwischen Donnerberg und Hastenrath

Von: Sarah-Lena Gombert
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Auch bei schlechtem Wetter wird an dem Radweg zwischen Stolberg-Donnerberg und Eschweiler-Hastenrath mit Hochdruck gearbeitet. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg/Eschweiler. Wer derzeit zwischen dem Stolberger Ortsteil Donnerberg und Hastenrath auf Eschweiler Stadtgebiet unterwegs ist, muss vorsichtig fahren. Das gilt vor allem für Fahrradfahrer. Die Städteregion ist gerade dabei, den Radweg entlang der Kreisstraße 6 auf einer Strecke von knapp 2,8 Kilometern zu erneuern.

Warum der alte Radweg nicht mehr in Ordnung war, erklärt Uwe Zink, Bau- und Umweltdezernent der Städteregion, bei einem Pressegespräch am Allmannshof: „Der Rad- und Fußweg zwischen den beiden Orten Hastenrath und Donnerberg war sanierungsbedürftig“, so der Dezernent. Und da die Pflastersteine, die vorher dort gelegen haben, einen enormen Unterhaltungsaufwand bedeuten, habe man sich entschieden, die Fahrbahn des Radwegs zu asphaltieren.

„Auch bei den Radfahrern sind Pflastersteine heutzutage nicht mehr gefragt“, ergänzt Ralf Oswald, Radverkehrsbeauftragter der Städteregion. Asphaltierte Strecken bildeten nicht so schnell Fahrrinnen und seien daher sicherer, so der Fachmann.

Breiter Weg für mehr Sicherheit

Ebenfalls sicherer werden soll der Radweg dadurch, dass er auf einem überwiegenden Teil der Strecke drei Meter breit ist und so genügend Abstand zur Autofahrbahn bietet. Nur an beengten Stellen, wie beispielsweise dem Allmannshof, ist der Radweg ein wenig schmäler.

Sicherer soll demnächst auch der Anschluss an den Radweg in Hastenrath werden: Dort müssen Radfahrer und Fußgänger am Ortseingang auf die Straße

Sobald der Radweg fertig ist, wird die Städteregion auch der Kreisstraße selbst zu Leibe rücken: Die Fahrbahndecke wird ebenfalls auf den kompletten 2,8 Kilometern saniert: Das alte Material wird abgefräst, bevor neuer Asphalt aufgetragen wird. Dazu wird die Straße für einige Tage voll gesperrt werden müssen. „Um mit einer halbseitigen Sperrung zu arbeiten, dafür ist die Straße nicht breit genug“, erklärt Uwe Zink.

Wann konkret die Sperrung erfolgt, kann die Städteregion derzeit noch nicht sagen. „Wir hoffen, dass wir das noch in diesem Jahr schaffen“, so Zink auf Nachfrage. Allerdings kommt es dabei auf die Witterungsverhältnisse an. Wenn es zu kalt ist, kann der Asphalt nicht aufgetragen werden. „Und da wir auf jeden Fall in den Ferien bauen wollen, kann es auch Ostern werden.“ Die Osterferien sind im kommenden Jahr vom 10. April bis zum 22. April.

Die Baukosten für den Geh- und Radweg betragen rund 570.000 Euro, davon zahlt das Land Nordrhein-Westfalen etwa 330.000 Euro. Für die Instandsetzung der Straßendecke werden noch einmal 274.000 Euro fällig.

„Wir von der Stadt Stolberg freuen uns natürlich darüber, dass die Verbindungsstraße von der Städteregion und der dazugehörige Radweg saniert wird“, sagte Tobias Röhm, Technischer Beigeordneter der Stadt Stolberg.

Stolberg arbeitet derzeit an einem neuen Mobilitätskonzept, in das neben den Autoverkehrswegen unter anderem auch die Radwege einfließen sollen, wie Georg Trocha, Klimaschutzmanager der Stadt, erklärt. Wie viele von den 300 Straßenkilometern in Stolberg auch über einen Radweg oder eine Spur für Radfahrer verfügen, muss noch erfasst werden.

Ein weiteres Radwege-Projekt der Städteregion ist derzeit auf Eis gelegt: „Wir haben vor, den Radweg an der Kreisstraße 13 ebenfalls zu erneuern“, sagt Ralf Oswald. Konkret soll ein Radschutzstreifen auf der Konrad-Adenauer- und der Prämienstraße zwischen der Büsbacher Kreuzung und der Cockerillstraße durchgängig markiert werden. „Das werden wir aus Kostengründen aber erst dann umsetzen, wenn auch weitere Straßenbaumaßnahmen in dem Bereich anstehen“, so Oswald. Und dafür gibt es bislang noch keinen Zeitplan.

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