Bald 27 neue Wohnungen im Gewerbepark Buschmühle?

Von: Ottmar Hansen
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Im Gewerbepark Buschmühle stehen derzeit viele Büroräume leer. Sie sollen zu kleinen Mietwohnungen umgebaut werden. Foto: O. Hansen

Stolberg. Im Gewerbepark Buschmühle soll ein Appartementhaus entstehen. Projektentwickler Horst König bestätigte gestern auf Anfrage, dass in dem Gebäude einmal 27 Wohnungen eingerichtet werden sollen. Offen ist allerdings noch, wann mit dem Umbau begonnen werden kann. Die Stadtverwaltung fordert vom Investor noch ein Lärmgutachten.

Wie berichtet, hat die Rex-Vermögensverwaltung den Gebäudekomplex zwischen Stolberg und Aachen übernommen. Das Erdgeschoss der früheren Tuchfabrik an der Adresse Buschmühle 1 bis 5 ist bereits vielfach genutzt, so bietet unter anderem das Auto Service Center Sichwardt hier seine Dienste an.

In den drei Büro-Geschossen darüber, vor allem im nördlichen Bereich des Gebäudes, stehen allerdings seit längerer Zeit zahlreiche Räume leer. Hier könnten etwa Studentenwohnungen mit Gemeinschaftsraum, Teeküche und Fahrradkeller eingerichtet werden. Die Nähe zur Stadt Aachen würde das Areal für Studenten der RWTH durchaus attraktiv machen. „Die Mieter des Hauses müssen aber nicht zwingend Studenten sein“, betont Horst König.

Die kleinen Wohnungen in der Größe zwischen 28 und 41 Quadratmetern seien genauso für Singles oder Mütter mit Kindern geeignet. Wann mit dem Umbau des Komplexes begonnen werde, konnte König auf Anfrage noch nicht sagen. Zwar hat der Stadtrat der Bauvoranfrage des Investors inzwischen zugestimmt (wir berichteten), doch fordert die Stadtverwaltung Gutachten zum Projekt.

Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Parkplätze, sondern auch darum, ob der Lärm durch das Gewerbe nicht zu hoch für die neuen Wohnungen sein wird. Die Verwaltung hat diesbezüglich ihre Bedenken bereits mitgeteilt. Das Umweltverträglichkeitsgutachten soll Klarheit schaffen. Bezahlt vom Investor. Nicht ganz ins Bild passt dabei allerdings, dass die Stadt zumindest für eine Werkswohnung bereits ihre Baugenehmigung erteilt hat. Ohne Wenn und Aber.

„Eine Betriebswohnung ist aber auch anders zu beurteilen als eine Vielzahl von Mietwohnungen“, teilte Gerd Schön vom städtischen Bauordnungsamt gegenüber der Redaktion mit. Im Bereich Buschmühle handele es sich bislang um ein vor allem gewerblich genutztes Gelände. „Im Gutachten muss geklärt werden, ob sich die Wohnungen mit dem Gewerbe vertragen.“ Auf den Lärm der angrenzenden Straße komme es dabei weniger an.

Eine Rolle spielen hingegen die Betriebszeiten des KFZ-Unternehmens und der Schlosserei auf dem Grundstück. Die in der Regel am frühen Abend ihren Betrieb einstellen. Ob der Umbau zu Mietwohnungen dort hinzubekommen ist, wird das Gutachten zeigen müssen. „Wenn das Gutachten und der Bauantrag vorliegen, wird es seitens der Verwaltung schnell gehen“, verspricht Schön.

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