„Bärendoktorin“ erobert Kinderherzen

Von: Gabi Halili
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„Wo finde ich denn die Lunge?“: Kinderärztin Dr. Eva Mießen-Bell macht kindgerecht die jungen Teilnehmer der neuen Gesundheits-AG an der Büsbacher Grundschule mit Instrumenten und Organen vertraut, bevor die mitgebrachten Stofftiere untersucht werden. Foto: G. Halili

Stolberg-Büsbach. Die Erstklässler der Grundschule Bischofstraße warten ein wenig ungeduldig vor ihrem noch verschlossenen Klassenzimmer, denn für heute hat sich der Bärendoktor angekündigt. Der kam dann auch gleich, doch es war die Bärendoktorin, die da mit ihrem Arztkoffer ankam.

Die Grundschule in Büsbach hat kurzfristig eine Gesundheits-AG ins Leben gerufen, mit dem Ziel den Kindern die Angst vor dem Arzt zu nehmen. Für diese Aktion hat sich die praktizierende Kinderärztin Dr. Eva Mießen-Bell zur Verfügung gestellt; zudem besucht auch ihr Sprössling dort die erste Klasse. Organisiert von der Koordinatorin Ulla Bünten und der Sozialpädagogin Dorothee Simon ist die AG auf die Erst- und Zweitklässler ausgerichtet. Jedes Kind darf an diesem Tag den liebsten (Stoff-)Bären mitbringen. Wer mag, kann später sein Lieblingstierchen von der Ärztin untersuchen lassen.

Organe anschaulich betrachtet

Ihre Stühle haben die Kinder zu einem Kreis zusammengestellt und lauschen nun der jungen Ärztin. Durch ihre aufgeschlossene jugendliche Art hatte sie die „Kinderherzen“ schnell erobert. Selbst als die „Bärendoktorin“ die mitgebrachten ärztlichen Instrumente auspackt, ist von Angst unter den kleinen Zuhörern nichts zu spüren. Im Gegenteil, die Finger ragen schnell in die Höhe, da sich die Kinder gerne für die ein oder andere Untersuchung zur Verfügung stellen wollen. Fachgerecht und verständlich für die jungen Zuhörer, erklärt Mießen-Bell verschiedene Instrumente und bekannte Krankheiten und deren Symptome. Mit einem passenden Buch, welches in die Kinderrunde gereicht wird, können die verschiedenen Organe anschaulich betrachtet werden.

Einige Kinder erzählen, über ihre bisherigen Krankheiten und dass sie regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu ihrem Arzt gehen, „aber das ist oft doof und langweilig“, darüber sind sich fast alle einig. Anschließend probieren die Kinder als mutmaßliche Patienten, eine Blutdruck-Manschette an oder lassen sich die Lunge abhören. „Wozu ist die Lunge denn da und wo finde ich die Lunge bei mir?“, fragt der kleine Henry in die Runde. Das da irgendwo auch noch das Herz sitzt, will er dann aber nicht glauben: „Mein Herz schlägt aber hier auf der anderen Seite“, ist Henry fest überzeugt.

Zum Abschluss werden noch alle mitgebrachten Stofftiere untersucht – zur Freude der Kinder, denn an „Angst“ beim Arztbesuch denkt hier kein Kind mehr.

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