Stolberg - Bärbel Höhns Feindbild ist der Bundeswirtschaftsminister

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Bärbel Höhns Feindbild ist der Bundeswirtschaftsminister

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
Bärbel Höhn
Die frühere nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hätte nichts gegen eine Koalition der Grünen mit der Linkspartei in Düsseldorf. Foto: dpa

Stolberg. Bärbel Höhn ist mit dem Auto gekommen, das tut die ehemalige NRW-Umweltministerin nicht oft. Und die immer noch energische Umweltschützerin legt Wert darauf, dass ihr Siebensitzer der Marke Opel nicht nur in NRW (Bochum) gebaut wurde, sondern auch ausgestattet ist mit einem Erdgasmotor.

„Der hat den geringsten Verbrauch seiner Klasse”, sagt sie. Bärbel Höhn ist in ihrem Element. Mit fester Stimme, aber vor allem mit deutlichen Worten macht die prominenteste Umwelt- und Verbraucherschutzpolitikerin der Grünen in NRW das, worin sie wie kaum eine andere in ihrer Partei Erfahrung hat: Wahlkampf mit grünen Kernthemen.

Erneuerbare Energien, Kampfgegen Atomkraftwerke und Gentechnik, Geld für Bildung statt für die Abwrackprämie: „Aus der Krise hilft nur Grün” heißt es bei den Grünen, und deshalb haben sie bei ihrem Besuch auf dem Kaiserplatz nicht nur die prominente Rednerin aus Oberhausen aufgefahren, sondern die ganze Veranstaltung unter das Motto „Grüne Antworten auf die Wirtschaftskrise” gestellt.

Die bevor stehende Wahl sei eine Richtungsentscheidung in der Energiepolitik. Es gehe darum, ob man mit der Förderung regenerativer Energien, wie die Grünen sie wollen, eine riesige Jobmaschine” ankurbele oder die vier großen Energiekonzerne stütze, indem man weiter auf Kohle und Atomkraft setzt.

Diese machten aber den Strom nicht billiger, sondern erhöhten nur die Gewinne von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall und festigten deren Machtmonopol, so Höhn: „Die Energieriesen haben in den Jahren 2002 bis 2007 ihre Gewinne von 6 auf 18 Milliarden Euro gesteigert.” Erneuerbare Energien seien dagegen nicht nur CO2-frei und ungefährlich, sondern schafften mehr Wettbewerb und böten Perspektiven für Hunderttausende Arbeitsplätze.

Zum Feindbild hat sie Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erkoren. Der wolle nicht nur, wie auch die FDP, die Laufzeit für Atomkraftwerke verlängern, sondern denke laut einem Gutachten auch über den Bau neuer nach.

„Wir treten an, um Schwarz-Gelb zu verhindern”, sagt Höhn, denn eine Koaliton aus Union und FDP stünde für Sozialabbau. Für die normale Bevölkerung kündige zu Guttenberg harte Zeiten an, „zugleich wollen CDU/CSU und FDP die Villenbesitzer am Starnberger See entlasten”, warnt sie vor den Steuersenkungsplänen des politischen Gegners, die, so Höhn, „Verbesserungen nur für diejenigen schaffen, die es nicht nötig haben”.
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