Ausverkauftes Haus: Theaterverein strapaziert Lachmuskeln

Von: shh
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Beim gemeinsamen Abendessen mit Plastikbechern und Papptellern soll endlich das gewinnbringende Geheimrezept rausgerückt werden, aber ob das wohl gelingt? Foto: S. Henke

Stolberg. Drei Mal hatten die Zuschauer, die Möglichkeit sich für ein paar Stunden der Komödie „Saure Zeiten – Sturm im Gurkenglas“ hinzugeben. Dass die Erwartungen an den Theaterverein Bardenberg groß waren, wurde deutlich dadurch, dass alle drei Aufführungstermine ausverkauft waren. Und die Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Bereits das aufwendige Bühnenbild ließ eine ebenso aufwendige Inszenierung des drei Dreiakters erwarten und genau das bot der Theaterverein seinem Publikum. Auch hinter der Bühne war den Laienschauspielern deutlich anzumerken, wie viel Freude Ihnen ihr Hobby macht und mit dieser Freude setzten sie das Stück auch auf der Bühne um. Oftmals musste es längere Pausen geben, da sich das Publikum erst wieder vor lauter lachen beruhigen musste.

Auch Szenenapplaus gab es immer wieder, das Publikum war begeistert mit welchem Witz und welcher Frische das Stück auf die Bühne gebracht wurde. Nun zum Stück: Nicht nur Hubert von Dillmanns (Heiner Delpy) Gurken sind sauer, sondern auch seine luxusverwöhnte Gattin Konstanze von Dillmann (Stefanie Thomas), als sie erfährt, dass seine Firma kurz vor der Pleite steht und massive Sparmaßnahmen im Hause Einzug halten.

Die Gattin ist darüber gar nicht erfreut, denn das Wort „sparen“ existiert in ihrem Sprachgebrauch nicht. Wie soll sie nun ihren Personaltrainer Emanuel Hantel (Harald Landes) finanzieren, der kümmert sich nämlich nicht ausschließlich um die Fitness der Dame. Einzige Hoffnung, den Konkurs noch abzuwenden, wäre das Geheimrezept für scharfe Gurken seines Mitarbeiters Jürgen Jacobi (Wolfgang Krupp). Der war aber bislang in keiner Form davon zu überzeugen, das heiß begehrte Rezept preiszugeben.

Hubert überlegt sich dann, Jürgen Jacobi und seine sehr resolute Ehefrau Helga Jacobi (Birgit Delpy) mit seinem noch übrig gebliebenen Luxus überzeugen zu wollen und lädt sie für einen Wochenendausflug auf seine Jacht ein. Gut, dass es dort noch nicht mal mehr Geschirr und Besteck gibt, da die ehemaligen Bediensteten das als Ausgleich für ihr fehlenden Löhne mitgenommen haben, versucht er zu überspielen.

Unterstützung verspricht er sich außerdem durch eine schon vorbereitete Werbekampagne. Diese soll von dem angesagten Werbemanager Udo Kiesmacher (Gerd Klinkenberg) der in Begleitung des neuen „Gurken-Models“ Melody Summer (Heike Bongard-Landes) ebenfalls zu Gast auf der Jacht ist, präsentiert werden. Melody Summer wurde zwar vom lieben Gott mit einem äußerst attraktiven Erscheinungsbild gesegnet, dafür wurde aber an andere Stelle deutlich gespart und zwar an der Intelligenz. Dies führt immer wieder zu peinlichen, wenn auch äußerst lustigen, „Fehltritten“.

Der „Ersatz“ für das einstige Personal ist auch alles andere als standesgemäß, Marga Kwark (Angelika Kuntz) ist eher speziell und versteht auch nicht, was die Dame des Hauses gegen Kartoffelsalat mit Würstchen als Hauptgang auszusetzen hat. Auch ihr Ehemann Benno Kwark (Dirk Kuntz) und seine Schwester Jule Kwark (Birgit Krupp) werden im Laufe des Abends noch für Probleme sorgen.

Einzig die treue Seele Jonas Royal (Roberto Grabo), der Butler, ist für diesen einen Tag noch geblieben, lässt seine Arbeitgeber aber deutlich spüren in welcher prekären Lage sie sich befinden. Irgendwann erscheint auch noch unerwartet Wilma von Dillmann (Simone Emmerich), Huberts dominante Mutter, an Bord. Problem ist, dass Konstanze und Wilma sich spinnefeind sind. Die alte Dame verfolgt mit ihrem Besuch einen ganz eigenwilligen Plan. Das Chaos ist perfekt als Carolin von Dillmann (Myriam Rommerskirchen), Tochter von Konstanze und Hubert, mit ihrem Verlobten Erik Jacobi (ebenfalls Roberto Grabo) auftaucht.

Am Ende dieser turbulenten Nacht wird sich zeigen, dass nichts so ist, wie es scheint. Das Publikum belohnte die Schauspieler mit minutenlangem Applaus. Quasi „fix und fertig“ vor lauter Lachen ging das Publikum dann nach Hause und selbst auf dem Heimweg war noch das eine oder andere Kichern zu hören.

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