Ausstellung: Wenn Götter und Tänzer sich begegnen

Von: Dirk Müller
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Die Künstlerin Ruth Tauchert und der Artibus-Kurator Rafael Ramírez präsentieren die sehenswerte Kunstausstellung „Meeting – von Göttern und Tänzern“. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Artibus-Kunstausstellung, die am kommenden Sonntag beginnt, ist bewegend. Nicht nur weil Ruth Taucherts Bilder Bewegung als ein zentrales Element aufweisen.

Erstmals zeigt die in Köln geborene und in Bonn lebende Künstlerin ihre zwei großen Themen in einer Ausstellung: „Meeting – von Göttern und Tänzern“ ist die sehenswerte Schau überschrieben, und in der Burggalerie begegnen sich mythische Zeichnungen und Malereien von Gottheiten des klassischen Altertums und die Ästhetik und Dynamik des Tanzes.

Letzteres sind Momentaufnahmen im Wortsinn, denn Tauchert fängt den Tanz live ein, zeichnet meist im Bonner Opernhaus und bearbeitet ihre Werke anschließend nicht mehr, sondern fertigt sie vor Ort an. In die Welt der antiken Götter ist die Künstlerin tief eingetaucht, indem sie Statuen der Gottheiten im Akademischen Kunstmuseum Bonn studiert hat.

Um Bewegung in die Bilder von den statischen Skulpturen zu bringen, hat Tauchert ständig neue Perspektiven gesucht und sich ausgiebig um die Plastiken herum bewegt. „Ich tanzte beinahe um sie herum“, sagt die Künstlerin.

Entstanden sind faszinierende Werke, die im Akademischen Kunstmuseum Bonn unter dem Titel „Vergöttert“ ausgestellt wurden und jetzt ebenso in der Stolberger Burggalerie zu sehen sind wie Illustrationen, die Tauchert für das Buch „Götterspiel“ von Uta Harst (ISBN 978-3-945177-37-2, Free Pen Verlag) geschaffen hat.

Wie die Tanzmotive bestechen die „göttlichen“ Exponate mit Vielschichtigkeit: Die abstrahiert wirkenden Bilder sind kraftvoll und ausdrucksstark, durch die ihnen innewohnende Bewegung wirken sie mehrdimensional.

Mitunter arbeitet Ruth Tauchert mit bemerkenswerter Farblichkeit, lässt teils ihre Zeichnungen an der Grenze zur Malerei collagenhaft erscheinen. Dabei weisen alle in der Burggalerie gezeigten Werke hohe Tiefe auf.

Tänzer und Götter treffen sich und haben bei dem „Meeting“ viele Geschichten zu erzählen, denn Taucherts Bilder rufen im Betrachter mannigfaltige Assoziationen hervor, bannen die Blicke und regen den Betrachter an, sich eigene Gedanken zu machen – sei es zu den sagenumwobenen Gottheiten oder zu den Tänzern.

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