Ausstellung: Süßigkeiten als Motiv für Kunst

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Eschweiler/Stolberg. „Sweets for my Sweet“: So nennen fünf Künstler ihre Ausstellung in der Galerie Art Engert an der Wilhelmstraße in Eschweiler, die am Sonntag, 15. November, um 17 Uhr, eröffnet wird.

Uta Weber, Ingrid Roscheck, Ulrik Happy Dannenberg, Günter Beier und Ansgar Skiba zeigen ihre Nähe zum „Süßen“ in der Malerei und mit ihren Objekten sowie über Slow-Motion-Art, die von der Galerie mit Ingrid Roscheck gemeinsam entwickelte Videokunst. Süßigkeiten, die in der englischen Sprache Sweets heißen, werden in der Kunst schon seit vielen Jahrzehnten in den verschiedenartigsten Formen dargestellt. Süße steht für Unwiderstehlichkeit, für eine Qualität, die schwach macht, anzieht oder auch verführt.

Die Arbeiten von Günter Beier fordern die Frage heraus: Foto oder Gemälde? Beier ist absoluter Perfektionist, er dokumentiert mit seinem Realismus sein geniales künstlerisches Können. Der Zoomeffekt seiner Arbeiten lässt eine höchst originelle Malerei entstehen. Motiv und Ausgangspunkt seiner Malerei sind belanglose, unscheinbare Billigprodukte aus der Warenwelt. Eine Tüte mit Luftballons, das „scheinbare“ Durcheinander von Farben und Formen in einer Tüte mit Süßigkeiten dienen als Basis einer realistischen Malerei.

Ulrik Happy Dannenberg widmet sich dem Glück und seinen Symbolen. Seit Jahren spielen Süßigkeiten eine entscheidende Rolle, die er mit delikatesten Materialien in meist stark vergrößerter Form nachbildet. Er erarbeitet farbige Reliefs aus Süßigkeiten, Skulpturen auf Sockeln mit Rundlutschern oder auch Einzelne Süßigkeiten in Vitrinen beziehungsweise vor gemaltem Hintergrund.

Uta Weber benutzt Dinge des Alltags als Modelle für ihre Objekte. Es sind Süßigkeiten, die wir alle aus Kindertagen kennen. Sie behält deren originale Form bei, verändert aber ihr Format und ihr Material und manchmal auch ihre Farbe. Durch Vergrößerung werden sie zu Plastiken, die sich im Raum oder an der Wand entfalten. Auch bei Ansgar Skiba sind Tortenstücke und Eisbecher Bestandteile des süßen Glücks. Vergänglich ist es, aber wiederholbar, Ausdruck eines Lebensgefühls, das uns abhandengekommen ist, in einer Welt der Schlank- und Gesundheitsdiäten. Die Ausstellung ist bis zum 4. Januar zu sehen. Den Einführungsvortrag am Sonntag hält Kunsthistorikerin Juliane Becker.

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