Ausstellung soll Karl Fred Dahmen würdigen

Von: Dirk Müller
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Die Enkel des Malers Karl Fred Dahmen, Max und Ina Dahmen mit dem Zeitzeugen und Freund des Malers Prof. Klaus Honnef (v.l.). Im Hintergrund Dahmens „Objektkasten mit Schwanz“. Foto: D. Müller

Stolberg/Köln. Er ist einer der berühmtesten Söhne der Kupferstadt: Der Künstler Karl Fred Dahmen, 1917 in Stolberg geboren und 1981 in Preinersdorf verstorben, gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Informel und Tachismus. Seit diesem Jahr betreut das bekannte Kölner Auktionshaus „Van Ham“ den künstlerischen Nachlass des Kupferstädter Künstlers und würdigte Karl Fred Dahmen jetzt mit einem Zeitzeugengespräch, zu dem Kurator und Publizist Prof. Klaus Honnef zur Verfügung stand.

Honnef war von 1965 – 1970 Redakteur und Ressortchef für Kultur und seit 1967 auch für Unterhaltung bei den Aachener Nachrichten. Der Freund des Künstlers nennt Dahmen seinen „Cicerone“ und Mentor, der seine künstlerische Auffassung nachhaltig geprägt hat.

„Van Ham Art Estate“ plant gemeinsam mit den Nachlassverwaltern Ina und Max Dahmen in 2017 eine große Ausstellung zum 100. Geburtstag des wohl bedeutendsten Stolberger Künstlers zu realisieren. Doch zuvor – am liebsten schon im kommenden Jahr – möchte der Kupferstädter Kunstaktivist Karl-Heinz Oedekoven Werke Dahmens „zurückholen“.

Erste Kontakte geknüpft

Oedekoven, der mit seiner Ehefrau Christa die Steinweg-Galerie im Burg-Center betreibt und die neue Ausstellungsreihe „In Memoriam“ in der Villa des Museumsquartiers Zinkhütter Hof etabliert hat, wohnte dem Zeitzeugengespräch in Köln bei, um erste Kontakte bezüglich einer Ausstellung in Stolberg zu knüpfen. Zur Zeit läuft noch die Schau mit Werken von Hermann Koch in der Villa (siehe Infokasten), und die Reihe „In Memoriam“ hat sich zum Ziel gesetzt, bewusst Werke von verstorbenen Künstlern der Region, die nicht in Vergessenheit geraten sollen, in dem historischen Gebäude des Museumsquartiers zu präsentieren.

„Kaum ein Künstler eignet sich so gut für diese Ausstellungsreihe wie Karl Fred Dahmen, und es wäre einfach großartig, seine Werke wieder in Stolberg sehen zu können“, sagt Oedekoven, der sich genau darum bemüht.

Dahmen studierte an der Werkkunstschule Aachen und an der Kunstakademie Düsseldorf. Ab 1950 nahm er an Ausstellungen mit der Gruppe „Junger Westen“ teil. Er malte expressiv-abstrakte Gemälde mit tektonischem Gefüge, ab 1956 dunkeltonige, reliefhafte informelle Malerei und Collagen, in denen die Verletzung der heimischen Landschaft durch den Tagebau anklingt.

Im Jahr 1959 war Dahmen bei der „documenta II“ in Kassel vertreten. Ab 1965 entstanden Objektkästen mit Fundstücken, nach 1968 sogenannte Polsterbilder. Von 1967– 81 war er Professor an der Akademie der Künste München.

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